Archiv für den Monat: Mai 2013

Stoiber: „Wir erleben den Start einer neuen Ära“

München – Jetzt meldet sich auch der ehemalige Landesvater zu Wort. Edmund Stoiber spricht im Merkur-Interview über die Quantensprünge des FC Bayern, die Freundschaft zu Uli Hoeneß und seinen Lieblingsspieler.

Interview in merkur-online.de

Seit 1964 ist es Tradition in Edmund Stoibers Familie, die Pfingstferien in Italien zu verbringen. Heuer bildet keine Ausnahme – nur unterbricht der frühere Ministerpräsident den Urlaub, um nach London zu fliegen. Seine Frau fragte ihn: „Muss das sein?“ Ja, es muss. Seit über 45 Jahren ist der 71-Jährige Mitglied des FC Bayern, inzwischen fungiert er als Chef des Verwaltungsbeirats, sitzt zudem im Aufsichtsrat. Das Finale der Champions League gegen Dortmund gehört in die Kategorie Pflichttermin.

Herr Stoiber, sagen Sie: Bringen Sie eigentlich Glück oder Pech, wenn Sie bei einem Champions League Finale im Stadion sind?

Ich hoffe, eher Glück. Wobei ich sagen muss, dass ich auch 1999 bei der Niederlage gegen Manchester, 2010 gegen Inter Mailand und letztes Jahr beim Finale dahoam dabei war. Am schlimmsten fand ich übrigens 1999. Ich saß daneben, als UEFA-Präsident Lennart Johansson Franz Beckenbauer schon gratuliert hatte. Und dann kam das Unheil.

In der Politik braucht man Nehmerqualitäten – hat diese Bayern-Mannschaft diese Qualitäten?

Absolut, absolut! Sehen Sie, ich kenne den Basti Schweinsteiger zum Beispiel ganz gut. Er hat gelitten, natürlich, ich habe gemerkt, er trägt eine Last. Jetzt sage ich guten Gewissens: er trug sie. Er ist damit fertig geworden. Viele haben gesagt: Der erleidet einen Knacks, der erholt sich nicht mehr. Von wegen! Er hat eine fantastische Entwicklung genommen, in jeder Hinsicht.

Heikle Frage: Wer ist denn Ihr Lieblingsspieler?

Schweinsteiger. Gleich danach kommt Thomas Müller.

Kann man sagen, dass Schweinsteiger der Kanzler dieser Mannschaft ist?

Ja. Das ist er. Und Müller ist mit seinem Optimismus, gepaart mit seinen fußballerischen Qualitäten ein ganz besonderer Typ. Er gibt nie auf. Ich muss sagen: Diese Generation ist generell anders als die der Effenbergs und Baslers. Man sieht das etwa auf der Weihnachtsfeier: Da sitzt so ein Toni Kroos oder ein Lahm nicht gleich mit einem Wein oder Bier da. Das heute ist eine noch professionellere Generation. Ich finde auch bemerkenswert, dass die Bank bei einem Tor mitjubelt. Das gab es früher nicht, da dachten die Burschen eher: Es kann ja nicht optimal sein, wenn ich nicht spielen darf.

Dass die große Kollegialität Einzug gehalten hat, wird vor allem Jupp Heynckes zugeschrieben.

Heynckes wird als eine der ganz großen Trainer-Persönlichkeiten des Weltfußballs in die Geschichte eingehen. Allein, was er heuer geleistet hat. Ich kann mich nicht erinnern, dass die Bayern jemals über einen so schlagkräftigen Kader verfügt haben. Letztes Jahr wurde es nach der Nummer 13, 14 kribbelig – heute kannst du bis zur Nummer 22 alle bedenkenlos bringen. So einen Kader musst du erst einmal bei Laune halten.

Für Heynckes war es ein großer Schock, dass der Verein Pep Guardiola ihm im Winter vorgezogen hat.

Sicherlich musste er da erst schlucken. Aber dann ist er beispiellos souverän mit der Sache umgegangen. Und es ist nicht zu leugnen, dass der Guardiola-Coup einen ungeheueren Imagegewinn bedeutet – das soll und wird Heynckes’ Verdienste nie schmälern. In China, in der hintersten Hütte irgendwo in Afrika, haben doch die Leute diese Verpflichtung registriert. Die Entscheidung von Guardiola pro FC Bayern hat den Klub für unzählige Menschen auf der Welt endgültig auf eine Stufe mit Barcelona, Real und Manchester United gebracht.

Waren Sie eigentlich überrascht, dass der ruhige Heynckes und Feuerkopf Matthias Sammer zueinander gefunden haben?

Sammer hat einen Riesenrespekt vor Heynckes – und umgekehrt. Uli Hoeneß hat den Aufsichtsrat früh informiert, dass er sich um Sammer bemüht. Das ist selten und hat uns gezeigt, dass er auf die Personalie großen Wert legt. Sammer ist ein Fußballkenner und akribischer Arbeiter.

Ganz ehrlich: Haben Sie als Aufsichtsrat eigentlich schweißnasse Hände, wenn Sie einen 40-Millionen-Transfer wie Javi Martinez absegnen müssen?

Nein, habe ich nicht. Ich hätte sie, wenn der FC Bayern das Geld nicht hätte und sich für solche Transfers verschulden müsste. Man wollte diesen Spieler und war bereit, diesen überhöhten Preis zu zahlen. Uli Hoeneß hat ja klar gesagt, dass er zehn Millionen zu hoch ausfällt. Aber heute redet keiner mehr über diesen Betrag. Weil jeder sieht, was für eine enorme Verstärkung Martinez ist. Er und Schweinsteiger ergänzen sich, als hätten sie schon immer zusammengespielt. Auch in diesem Fall gebührt Heynckes das Lob – die meisten kannten Martinez ja gar nicht, sogar Franz Beckenbauer hat gesagt: Wer ist denn das?

Ist es weiter der Weg, für Qualität große Summen zu investieren?

Gar keine Frage. Man baut weiter auf zwei Säulen: Talente aus der eigenen Förderung plus gezielte Verstärkungen. Nur mit Eigengewächsen ist es auf höchstem Niveau sehr schwer. Ein Quantensprung waren 2007 die Verpflichtungen von Franck Ribery und Luca Toni. Später dann Arjen Robben. Aber es ist ein Quantensprung, den sich der FC Bayern leisten konnte, weiterhin leisten kann und auch leisten muss, um dieses hohe Niveau aufrecht zu erhalten.

Wie sehen Sie die geballte Kritik am Aufsichtsrat, nachdem man Uli Hoeneß trotz seiner Steueraffäre im Amt beließ?

Rechtsstaatlichkeit bedeutet nicht moralische Vorverurteilung, sondern dass man erst mal die vorgesehenen staatlichen Verfahren abwartet. Außerdem muss man die Rechtsgrundlagen für den Aufsichtsrat sehen: Die Mitglieder des Vereins haben den Präsidenten gewählt und ihn damit in den Aufsichtsrat entsandt.

Ist es denkbar, dass die Causa Hoeneß nach dem Pokalfinale am 1. Juni wieder neu debattiert wird?

Der Aufsichtsrat wird das Thema erörtern, wenn die Ermittlungen abgeschlossen sind. Wir waren gut beraten, so zu entscheiden, nicht allein wegen der beiden anstehenden Finals. Erst mal muss der Sachverhalt vollständig rechtlich geklärt werden.

Wie kann der Verein, wie können Sie Hoeneß zur Seite stehen – auf der Meisterfeier wirkte er geknickt.

Uli Hoeneß weiß, ich bin sein Freund. Und man kündigt ja nicht die Freundschaft, nur weil einer einen Fehler macht – für den er aber natürlich im Rahmen unserer Rechtsordnung geradestehen muss.

Blicken wir auf das Finale gegen Dortmund.

Die Voraussetzungen für dieses Spiel sind ungleich besser als 2010 und 2012. Meines Erachtens ist es ein Vorteil, dass Dortmund eine bessere Mannschaft als Chelsea ist. Die Borussen können und werden nicht nur mauern.

Macht Ihnen beim BVB ein Spieler Angst?

Das größte Talent, das ich in den letzten Jahren gesehen habe, spielt auf jeden Fall ab Sommer in München . . .

Mario Götze.

Ja. Er muss nur noch diesen Abschluss bekommen, wie ihn Robert Lewandowski hat. Götzes Spielkunst begeistert mich. Wie der so auf engstem Raum Ideen umsetzt. Mit ihm werden wir auch die nächsten Jahre international eine große Rolle spielen, ganz sicher. In meinen Augen kann Mario Götze vielleicht sogar der neue Lionel Messi werden.

Wie groß ist das Problem, dass die Generation Lahm in dieses Finale wieder der erhobene Zeigefinger begleitet: Ihr müsst diesen Titel mal holen!

Lahm und Schweinsteiger sind noch Jahre im besten Fußballeralter. Ich denke, die Niederlage letztes Jahr gegen Chelsea hat die gleiche Wirkung wie 1999 die Niederlage gegen Manchester. Die Kraft kam da aus dem Schmerz. Ich bin mir sogar sicher, dass es diese Mannschaft nicht einmal umwirft, wenn sie 0:1 hinten liegt. Weil sie gereift ist, weil sie Selbstbewusstsein hat und weil sie weiß: Wir haben einen Plan, wir können immer Tore machen. Die stehen nicht da und machen hinten dicht und hoffen, dass vorne mal ein Konter passt. In dieser Mannschaft steckt viel mehr Kreativität als in früheren Mannschaften des FC Bayern. Und sie macht kaum Fehler. Wir haben die Chance, auch die nächsten Jahre in Europa ganz vorne mitzuspielen. Das wird nicht das letzte Finale sein. Wir erleben gerade den Start einer neuen Ära.

Geht Ihnen das Herz auf, wenn ein Dante oder Ribery in Lederhosen feiert und sich dabei wohlfühlt?

Das ist ein Imagegewinn für das Land Bayern, den kannst du nicht toppen, das sind unvorstellbare immaterielle Werte. Da haben mich die Leute in Gabun zum Beispiel schon gefragt, was es mit unserer Tracht auf sich hat.

Interview: Heinrich Lemer und Andreas Werner

Das vollständige Interview finden Sie in der Donnerstagsausgabe des Münchner Merkur.

Quelle: http://www.merkur-online.de/sport/fc-bayern/champions-league-finale/fc-bayern-stoiber-erleben-start-einer-neuen-aera-2919164.html

„Der Verein ist Uli sehr dankbar…“

Ex-Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber ist Beiratsvorsitzender des FC Bayern. Die tz sprach mit ihm über Wembley, Basketball und die Zukunft von Präsident Uli Hoeneß nach der Steueraffäre.

Edmund Stoiber im tz-Exklusivinterview

So oft es geht, sitzt er im Audi Dome in Reihe eins und fiebert mit den Roten Riesen mit. Bayerns ehemaliger Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber (71) hat sich längst vom ­wachsenden Basketballfieber in München anstecken lassen. Das Herz des FCB-Beiratsvorsitzenden schlägt mittlerweile nicht mehr ausschließlich für die Fußballabteilung des Rekordmeisters, sondern ebenfalls für die Korbjäger des FC Bayern. Die tz traf Stoiber zum ­exklusiven ­Interview und sprach mit ihm über Wembley, Basketball und die Zukunft von Präsident Uli Hoeneß nach der Steueraffäre.

„Mein London-Tipp? Ein Sieg natürlich“

Herr Stoiber, es stehen entscheidende Wochen an für den FC Bayern. Allen voran am 25. Mai das Champions-League-Finale in London. Ihr Tipp?

Stoiber: Ich bin heuer wesentlich optimistischer, als ich es vor den letzten Finals 2010 und 2012 war. Dieses Mal bin ich felsenfest davon überzeugt, dass wir gewinnen, weil wir insgesamt die bessere Mannschaft haben. Balltechnisch gibt es so gut wie keine Stockfehler, fast jeder Spieler kann gleichwertig von der Bank ersetzt werden. Natürlich unterschätze ich Dortmund keineswegs, aber ich habe das Gefühl, dass wir nach den Niederlagen der letzten zwei Jahre nun einfach dran sind. Und die Mannschaft will, hat einen unglaublichen Zusammenhalt sowie mentale Stärke entwickelt. Ich denke, wir können uns auf einen Sieg mit mehr als einem Tor Unterschied freuen.

Und auch die Basketball-Abteilung ist auf einem guten Weg. Seit Sonntag steht das Team von Svetislav Pesic vorzeitig im Halbfinale.

Stoiber: Ja, da kann man ­bereits ein wenig träumen. Die Mannschaft hat sich nach dem Grundstein durch Dirk Bauermann besonders unter Trainer Pesic sehr positiv entwickelt. Sich beispielsweise im Rebounding sehr verbessert. Ich bin sicher, wenn es in diesem Jahr nicht bereits mit der Meisterschaft klappen sollte, dann auf jeden Fall innerhalb der nächsten zwei Jahre.

Das würde besonders einem viel bedeuten.

Stoiber: Ja, Uli Hoeneß hat einen sehr großen Anteil an dem Projekt FC Bayern Basketball. Es ist vor allem das Werk des Präsidenten, der schnell auch die wirtschaftliche Grundlage gesetzt hat, dass sich der Basketball mit einem Etat von etwa neun Millionen Euro im Jahr selber trägt. Dass er nicht der Aktiengesellschaft auf der Tasche liegt und Querüberweisungen braucht, ist toll. Man merkt, dass der Präsident absolut hinter dem Ganzen steht, auch wenn er sich zur Zeit ein wenig zurückhält. Der Verein ist ihm jedenfalls sehr dankbar für sein Engagement und unterstützt ihn menschlich in seiner wirklich schwierigen persönlichen Situation.

Ein Beispiel dafür ist sicherlich die Entscheidung des Aufsichtsrats, den von Uli Hoeneß angebotenen Rücktritt nicht anzunehmen.

Stoiber: Diese Entscheidung habe ich auch als Beiratsvorsitzender unterstützt. Jetzt ist erst einmal abzuwarten, wie sich die Dinge entwickeln. Es geht zunächst um die klare Beurteilung der Gegebenheiten durch den Staat, durch Finanzbehörden und Staatsanwaltschaft.

Bis diese vorliegt, wird es also keine ­Veränderungen geben?

Stoiber: Es ist ja auch rechtsstaatlich, dass man erst einmal abwartet, bis die Ermittlungen abgeschlossen sind. Und man darf auch die Rechtslage nicht übersehen: Die Mitglieder des Vereins haben Uli Hoeneß zum Präsidenten gewählt und in den Aufsichtsrat der AG entsandt. Nur die ­Mitglieder könnten ihn auch wieder aus den Gremien abberufen. Da sieht es derzeit mehr nach einer großen Solidarisierung aus. Die Mehrheit der Mitglieder sieht in ihm offensichtlich vorrangig den Architekten des heutigen FC Bayern.

Diesen Zuspruch konnte man auch am vergangenen Sonntag im Audi Dome ­spüren. Immer wieder war die Rede davon, dass das ­Mia-san-mia-Gefühl endgültig auch den Basketball ­erreicht hat.

Stoiber: Ja, all die Skepsis, die es vielleicht vor der Entscheidung der Mitglieder zum Thema Basketball gegeben hatte, ist längst verflogen. Mittlerweile sieht man einen Karl Hopfner, einen Matthias Sammer und viele Fußballstars ebenfalls im Audi Dome. Das ist toll! Auch diejenigen, die hauptsächlich Fußballfans sind, beginnen, einen Stolz für den Basketball zu entwickeln.

Wie erklären Sie die Faszination Basketball?

Stoiber: Basketball ist an Spannung nicht mehr zu überbieten. Häufig sind die Schlussmomente eines Spiels nur mit einem spannenden Elfmeterschießen im Fußball zu vergleichen. Und es braucht nicht viel, um diesen Sport auszuüben, es gibt für jeden eine Position – ob groß oder klein. Ich habe früher selber gespielt, da ich meine Klassenkameraden mit 13 Jahren bereits um einen Kopf überragt habe. (lacht)

Herr Stoiber, haben Sie einen Lieblingsspieler im Basketballteam des FCB?

Stoiber: Zum einen Tyrese Rice. Im dritten Spiel gegen ALBA Berlin war es toll, mit welcher Sicherheit er auch die wichtigen Freiwürfe am Ende getroffen hat. Und dann natürlich Steffen Hamann. Er ist einfach ein Aushängeschild des deutschen Basketballs. Ihm gelingt es immer wieder, seine Mannschaft zu motivieren und mitzureißen – genauso wie das Publikum. Aber wissen Sie, was mir allgemein unglaublich gut gefällt?

Nämlich?

Stoiber: Die Mannschaft hat einen tollen Zusammenhalt entwickelt! Ich sitze im Audi Dome jedes Mal gegenüber von Trainer Svetislav Pesic und der Auswechselbank. Und da bemerke ich immer wieder, dass kein Spieler teilnahmslos am Rand sitzt, weil er momentan nicht auf dem Feld steht. Ganz im Gegenteil! Jeder feuert jeden an. Und es gibt keine Schimpferei untereinander, wenn einmal etwas nicht klappt. Das ist die Grundlage, wenn du wirklich nach der Meisterschaft greifen willst! Und noch etwas: Mittlerweile wird die Mannschaft ebenfalls mit den Anfeindungen in fremden Hallen fertig. Seit dem Amtsantritt von Svetislav Pesic hat wirklich jeder verstanden, was es heißt, für den FC Bayern zu spielen. Das Team hat sich toll entwickelt und wird es auch weiterhin tun, daran wird intensiv gearbeitet.

Sie sprechen Neuverpflichtungen an?

Stoiber: Da weiß ich nichts Konkretes. Aber ich weiß, dass die Verantwortlichen bereits daran arbeiten, die Mannschaft weiter zu verstärken. Gerade, wenn im kommenden Jahr auch in der Euroleague gespielt werden sollte, ist eine tiefe Bank sehr wichtig. Das hat man in dieser Saison bei Berlin und Bamberg gesehen. Ich bin sicher, dass die Mannschaft noch stärker werden wird. Und es würde mich sehr freuen, wenn mehrere deutsche Mannschaften in Zukunft europäisch eine größere Rolle spielen würden.

Und damit der Basketballsport in Deutschland noch populärer wird.

Stoiber: Genau. Natürlich liegt mir in erster Linie der FC Bayern am Herzen. Aber ich habe auch die Entwicklung dieses Sports im Allgemeinen im Blick. Es wäre gut, wenn noch weitere deutsche Fußballvereine dem Beispiel des FC Bayern folgen würden.

Die ganze Familie fiebert mit

In München könnte der Bau einer neuen Halle ebenfalls ein weiterer Schritt sein.

Stoiber: Es gibt Überlegungen in diese Richtung und Investoren, die durchaus ­interessiert sind, das zu unterstützen. Möglicherweise gemeinsam mit dem Eishockey. Ende des Jahrzehnts hoffe ich auf eine große Halle für 10 000, 12 000 Leute. Aber schon der Audi Dome entwickelt sich neben der Allianz Arena zu einem wichtigen Gesellschaftstreffpunkt.

Ihre Frau begleitet Sie häufig dorthin. Haben Sie Ihre Familie bereits mit der Begeisterung für Basketball angesteckt?

Stoiber: Absolut! Meine Frau ist durch mich zum Basketball gekommen, mein Sohn hat damals auf dem Gymnasium selbst gespielt. Und die zwei großen meiner fünf Enkel sind ebenfalls absolute Fans. Die beiden identifizieren sich mit einem Steffen Hamann genauso wie mit einem Thomas Müller. Als ich ihnen Karten für das letzte Playoff-Spiel gekauft habe, ­haben sie gesagt: Opa, du bist der Größte! (lacht)

Interview: Lena Meyer

Die EU-Expertengruppe für Bürokratie-Abbau begrüßt neue Mitglieder

Die EU-Expertengruppe für Bürokratie-Abbau, kurz „Stoiber-Gruppe“, hat Ende April sechs neue Mitglieder begrüßt. Die prominentesten Zugänge sind Gunilla Almgren, Präsidentin des Europäischen Verbandes für Handwerk und kleinere und mittlere Unternehmen sowie Jesús Casado Navarro-Rubio, Generalsekretär der Organisation für Europäische Familienunternehmen. Bei den anderen Personen handelt es sich um Monika Kosinska, Nina Renshaw und Heidi Rønne Møller sowie Jim Murray. Letzterer ist ein „alter Hase“. (10.05.2013)

Entsprechend dem im Dezember 2012 erneuerten Mandat wird der Fokus der Gruppe auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU) weiter gestärkt. Die „High Level Group“ ist unter anderem damit beauftragt, die Kommission dahingehend zu beraten, dass bei neuen EU-Initiativen unnötige Verwaltungslasten für Unternehmen möglichst vermieden werden. Dies gilt insbesondere für KMU und Kleinstunternehmen.

Die anderen Köpfe der Gruppe sind neben Edmund Stoiber als Vorsitzendem Roland Berger, Gabriel Côrte-Real de Carvalho Goucha, Michael Gibbons, Johannes Ludewig, Pekka Pesonen, Jacques Potdevin, Małgorzata Starczewska-Krzysztoszek und Pavel Telička.

Quelle: http://www.behoerden-spiegel.de/icc/Internet/nav/f68/broker.jsp?uMen=f6810068-1671-1111-be59-264f59a5fb42&uCon=d7a30000-f9d8-e310-2a6d-6847b988f2ee&uTem=aaaaaaaa-aaaa-aaaa-bbbb-000000000011