Archiv für den Monat: Juni 2014

Juncker bittet am Telefon: Stoiber soll in Brüssel weitermachen

In der EU-Spitze laufen Versuche, Edmund Stoiber (72) zum Weitermachen als Entbürokrator zu bewegen. In einem Telefonat bat der designierte Kommissionpräsident Jean-Claude Juncker, die vor sieben Jahren begonnene Arbeit der High-Level-Group fortzusetzen.

Stoiber sagte dem Münchner Merkur am Montag, er sei gesprächsbereit.

Eigentlich wollte der frühere Ministerpräsident und CSU-Chef Ende des Jahres aufhören. Seine Nachfolger sollten die Gruppe zu einem echten Bürokratie-TÜV ausbauen, der jede neue Rechtsvorschrift frühzeitig prüfen kann. Wer genau lauschte, vernahm aber nie ein kategorisches Nein zur Fortsetzung. „Ich habe ein Problem“, sagte er im Mai dem Münchner Merkur: „Überall, wo ich zurzeit auftrete, heißt es: Der Stoiber muss weitermachen, unbedingt.“ Nun sagt er: „Bessere Rechtsetzung und weniger Bürokratie sind eine Kernaufgabe der neuen EU-Kommission.“ Er wolle Juncker von seinen Erfahrungen berichten und Konsequenzen vorschlagen: „Dann werden wir sehen, ob und in welcher Form ich diese Erfahrungen beim Bürokratieabbau in Brüssel weiter einbringe.“

Auch der Fraktionschef der Konservativen im Europaparlament, der Niederbayer Manfred Weber, will eine Verlängerung für das Ehrenamt zum Bürokratieabbau: „Wenn er bereit ist, würde mich das sehr freuen. Das ist aber seine persönliche Entscheidung.“ Derzeit arbeitet Stoibers Gruppe an ihrem umfangreichen Abschlussbericht. Nach offiziellen Angaben sparte der Bürokratieabbau der europäischen Wirtschaft bisher 32,9 Milliarden Euro.

Christian Deutschländer

Quelle: http://www.merkur-online.de/aktuelles/politik/stoiber-soll-bruessel-weitermachen-3665535.html

Stoiber lobt Baskets: „Zweite große Säule des FCB“

München – Einen Tag nach dem Titelgewinn in Berlin haben die Bundesliga-Basketballer des FC Bayern München ihren Meistercoup mit knapp 600 Fans vor ihrer Heimspielhalle gefeiert.

Bayern-Aufsichtsrat Edmund Stoiber lobte das Team von Trainer Svetislav Pesic. „Ihr seid die zweite große Säule des FC Bayern. Ich bin stolz darauf, dass ihr den Basketball so voran gebracht habt“, sagte der ehemalige bayerische Ministerpräsident am Donnerstag. Die Münchner hatten am Vorabend im Duell mit ALBA Berlin die Playoff-Serie um die deutsche Meisterschaft mit 3:1 für sich entschieden.

Quelle: http://www.tz.de/sport/fcb-basketball/edmund-stoiber-lobt-bayern-baskets-zweite-grosse-saeule-fcb-3640921.html

Stoiber: „Wir haben mit Glück, aber auch verdient gewonnen.“

Reiner Leitl (Trainer des BCF): „Meine Mannschaft hat in der ersten Halbzeit sehr gut gespielt. Das war das Beste, was ich seit langem gesehen habe. In der zweiten Spielhälfte waren wir uns vielleicht zu sicher, hätte eigentlich das 3:0 machen müssen. Das Gegentor war unglücklich, weil Christoph Hüttl den Ball ins Zentrum klärt. Dadurch mussten wir bis zum Schluss zittern. Gott sei Dank haben wir es geschafft. In der Halbzeit haben alle Spieler miteinander gesprochen. Das war ein Zeichen, dass sie die Geschichte positiv erledigen wollten. So eine Saison wünscht sich kein Trainer. Die Spieler müssen lernen, dass es ohne Fitness nicht geht. Das hat man heute gesehen. Ich hoffe die Jungs kapieren, dass sie mehr trainieren müssen.“

Dr. Edmund Stoiber (ehemaliger Ministerpräsident und großer BCF-Fan): „Wir haben am Ende mit Glück, aber auch verdient gewonnen. Entscheidend war das Tor in der ersten Minute. Das hat Sicherheit gebracht. Denn wir sind in dieser Saison kaum einmal in Führung gegangen. Die letzten zehn Minuten waren für die Farcheter Anhänger brutal. Aber so ist Fußball. Alles in allem war es verdient, weil wir heuer viele Spiele knapp und unglücklich verloren haben. Der Klassenerhalt ist ein Riesenerfolg für den BCF. Er bleibt dadurch weiter das Aushängeschild im Oberland. Nachdem einige Spieler wohl weggehen werden, beginnt jetzt der Neuaufbau.“

Donato Longo (Co-Trainer Holzkirchen): „Das frühe Gegentor hat die Jungs verunsichert. Wir sind trotzdem sehr stolz auf die Manschaft und auf unsere Fans. Die waren super.“

Stefan Kinshofer (Abwehr Holzkirchen): „Für die starke Saison können wir uns nichts kaufen. Es ist sehr bitter, so kurz vor dem Ziel zu scheitern. Wir hätten den Aufstieg nach den vier Relegationsspielen verdient gehabt.“

Alexander Pilik (Mittelfeld Holzkirchen): „Die Gegentore fielen zu ganz schlimmen Zeitpunkten. Dadurch war es für uns schwierig zurückzukommen. Und der Ball wollte in beiden Spielen einfach nicht ins Tor. Für uns ist das Thema aber abgehakt. Es geht ja schon bald wieder weiter.“

Fabrizio Capocefalo (Mittelfeld Holzkirchen): „Die Enttäuschung ist sehr, sehr groß, weil wir so kurz davor waren. Vielleicht hat uns etwas die Kraft gefehlt. Trotzdem war es eine sensationelle Saison.“

Markus Müller (Mittelfeld): „Es lag daran, dass wir gegen Wolfratshausen nur einmal getroffen haben. Wir hätten in beiden Spielen zusammen vier oder fünf Tore machen müssen. Aber auch so war es eine Top-Saison, auf die wir stolz sein können.“

Wolfgang Mayr (Mittelfeld): „Wir haben es verpasst, die Relegation im Hinspiel zu entscheiden. In Wolfratshausen haben wir die erste Halbzeit verschlafen. Nächste Saison greifen wir wieder an. Dann werden wir eben direkt Meister.“

Maximilian Dengler (Angriff): „Jetzt dürfen wir in der Landesliga nachsitzen, das haben wir uns selbst zuzuschreiben. Ein 1:0 im Hinspiel hätte gereicht.“

Andreas Schmidpeter (Vorsitzender TuS): „Die Mannschaft hat eine geniale Saison gespielt, hat sich entwickelt und bleibt zusammen. Ich denke daher, dass wir in den nächsten Jahren den Sprung in die Bayernliga irgendwann schaffen werden. Das wäre mein Wunsch, der muss sich aber nicht gleich nächste Saison erfüllen.“

Benedikt Zeisel (Torwart und Kapitän): „Die glücklichere Mannschaft hat gewonnen, nicht die bessere. Die neue Saison gehen wir genauso an, als wenn wir aufgestiegen wären. Einsatz und Motivation sind nicht von der Liga abhängig. Wenn ich das Trikot anziehe, will ich mein Bestes geben und gewinnen.“

Florian Bacher (Angriff): „Es war eine grandiose Saison. So kurz vor dem Ziel zu scheitern, ist umso bitterer. Jeder hat für den anderen gekämpft. Wenn wir mit dieser Einstellung in die neue Saison gehen, ist wieder etwas drin. Wir sind stark genug, noch eins draufzulegen.“

Sean Erten (Mittelfeld): „In Wolfratshausen waren wir nervös. Und der BCF hat uns mit dem ersten Tor kalt erwischt. Beide Spiele betrachtet, ist es ungerecht, dass wir verloren haben. Aber so ist Fußball eben. Jetzt genieße ich erst mal den Urlaub.“

Quellen:

„Der Titel wäre für Uli Hoeneß“

Basketballfan und Ex-Ministerpräsident Stoiber über das erfolgreiche Projekt des FC Bayern und seinen ehemaligen Chef

Von Marcel Friederich

In Rosenheim hat Edmund Stoiber (72) einst selbst Basketball gespielt, die Passion lebt er noch heute aus. Bei Heimspielen des FC Bayern München ist der ehemalige Ministerpräsident fast immer als Zuschauer in der Halle zu sehen. So auch heute Abend, wenn es für die Bayern im fünften Play-off-Match gegen Oldenburg um den Einzug ins Meisterschaftsfinale geht (19.30 Uhr, Sport1). Im Interview spricht das Aufsichtsratsmitglied des FC Bayern München über die Aussichten, eine deutliche Etaterhöhung und Uli Hoeneß‘ Haftstrafe.

Die Welt:

Fast bei jedem Heimspiel der Bayern-Basketballer sieht man Sie mitfiebern. Woher kommt Ihre Leidenschaft?

In meiner Jugendzeit habe ich selbst Basketball gespielt. Das war in der Schulmannschaft auf dem Ignaz-Günther-Gymnasium in Rosenheim. Mein großer Vorteil war die Körpergröße: Mit 13, 14 Jahren bin ich schon fast 1,80 Meter lang gewesen. Die anderen Jungs waren kleiner, sodass ich besonders unter dem Korb stark war.

Warum sind Sie dann kein Profi-Basketballer, sondern Politiker geworden?

Leider fehlte mir die Grundschnelligkeit. Mit Mühe bin ich die 100 Meter zwischen 12,7 und 13 Sekunden gelaufen. Für den Spitzensport war das viel zu langsam. Außerdem gab es während meiner Jugendzeit in den 50er-Jahren nur ganz wenige Basketballplätze und Hallen. Damals ist man fast automatisch zum Fußball gekommen.

Doch inzwischen ist Basketball in München eine echte Hausnummer geworden …

Voll und ganz. Nach dem Aufstieg 2011 haben wir jetzt erstmals Platz eins nach der Hauptrunde erreicht. In der Euroleague, der Königsklasse des Basketballs, standen wir unter den besten 16. Den Einzug ins Viertelfinale haben wir nur knapp verpasst. Sehr gute Spieler kommen gerne zu uns, zum Beispiel Malcolm Delaney, der uns als Sprungbrett in die NBA sieht. Dazu hat sich ein sehr lautstarkes und auch fachkundiges Publikum von über 6000 Zuschauern pro Spiel etabliert. Basketball ist definitiv angekommen in München. Jetzt wollen wir unbedingt ins Finale einziehen und den Meistertitel holen.

Allerdings müssen die Bayern heute Abend noch zum entscheidenden Halbfinalspiel gegen Oldenburg antreten. Dagegen hat Alba Berlin das Finalticket schon gebucht…

Sollten auch wir uns durchsetzen, wäre das ein Traumfinale. Jedes Mal, wenn München und Berlin aufeinandertreffen, ist sehr viel Dynamik, sehr viel Schmackes im Spiel. Das ist nicht nur FC Bayern gegen Alba, das ist Süden gegen Norden, Bayern gegen Preußen – da kommen viele Dinge zusammen.

Wo würde das Team die Meisterschaft feiern?

Das weiß ich nicht. Aber ich persönlich finde, dass man eine Feier auf dem Marienplatz, wie es die Fußballer machen, nicht einfach nur kopieren sollte.

Hätten Sie Angst, dass sich auf den Marienplatz nur wenige Fans verirren?

Nein, das nicht. Ich glaube schon, dass man dort auch 10.000 Basketball-Anhänger versammeln könnte. Aber ich finde, dass unsere Basketballer lieber eine eigene Note setzen sollten – vielleicht mit einem rauschenden Fest im Audi Dome.

Um international konkurrenzfähig zu sein, wird der Audi Dome, die ehemalige Rudi-Sedlmayer-Halle, perspektivisch aber nicht ausreichen.

Das stimmt. Deshalb gibt es Pläne, neben dem Olympiastadion eine große, topmoderne Arena zu bauen. Diese soll von Red Bull finanziert und von unseren Basketballern sowie dem Eishockey-Klub Red Bull München genutzt werden. Dort sollen 15.000 oder 16.000 Zuschauer hineinpassen.

Dies wäre der nächste Schritt, um die Bayern auf eine Stufe mit Real Madrid oder den FC Barcelona zu bringen?

Dafür ist schon noch einiges zu tun. Momentan haben wir einen Jahresetat von etwa elf bis zwölf Millionen Euro. Für die deutsche Bundesliga ist das gut, aber international sind wir klar zurück. Der Etat von Real Madrid ist drei- bis viermal so hoch, etwa um die 40 Millionen Euro.

Uli Hoeneß war der große Förderer des Basketballs beim FC Bayern. Wird das Projekt auch ohne ihn weitergeführt?

Basketball ist ein großartiges Kind des FC Bayern. Natürlich wurde es entscheidend gezeugt durch Uli Hoeneß. Aber man darf dabei die großartige Vorarbeit des damaligen Vizepräsidenten Bernd Rauch nicht vergessen. Inzwischen wird der Basketball von allen Verantwortlichen des Vereins als zweites großes Standbein neben dem Fußball angesehen. Unser neuer erster Vizepräsident Rudolf Schels, der für die Basketballer hauptverantwortlich ist, kümmert sich vorbildlich darum. Es geht mit derselben Intensität weiter, wie es unter Uli Hoeneß begonnen hat. Nun drängt sich bei uns sogar die Frage auf, ob die Basketballer irgendwann Teil der Aktiengesellschaft werden.

Trotzdem: Wie sehr schmerzt den Verein die Haftstrafe von Hoeneß?

Es ist für Uli in besonderem Maße, aber natürlich auch für den ganzen Verein sehr bitter, dass er für die nächsten dreieinhalb Jahre ins Gefängnis muss. Wir müssen abwarten, ob oder wie ihn diese Zeit verändern wird. Er weiß, dass er einen schweren Fehler begangen hat, der sein Leben stark verändert. Aber es ist eben auch ein Zeichen eines starken Vereins, wenn eine wichtige Persönlichkeit ausfällt, dass andere nachrücken und die Sache weiterführen.

Sollten die Bayern Basketballmeister werden, wäre dieser Titel besonders Uli Hoeneß gewidmet?

Ja. Diese Meisterschaft wäre ein Verdienst von Uli. Den aktuellen Erfolg des FC Bayern im Basketball verbindet man außerordentlich stark mit seinem Namen. Natürlich steht Uli in erster Linie als Münchner Fußballgröße in den Geschichtsbüchern – als Spieler, als Manager und als Präsident. Aber Fakt ist auch: Ohne ihn hätte es den Aufschwung der Basketballer nie gegeben.

Quelle: http://www.welt.de/print/welt_kompakt/print_sport/article128736423/Der-Titel-waere-fuer-Uli-Hoeness.html

Stoiber bei Jauch am 01.06.14

Fußball-WM in Brasilien – Fest oder Fiasko?

Überall auf der Welt fiebern Fußballfans der WM in Brasilien entgegen – auch in Deutschland. Die Vorfreude auf das große Sportereignis scheint allerdings getrübt. Während die deutsche Mannschaft mit Negativschlagzeilen von sich reden macht, regt sich in Brasilien heftiger Widerstand. Die Sendung vom Sonntagabend.

Das Video der Seundung Finden Sie hier…

Quelle: http://daserste.ndr.de/guentherjauch/