Edmund Stoiber (CSU) bei Talkshow am Gymnasium Penzberg

Hier verrät Stoiber sein Transrapid-Geheimnis

Penzberg – So locker, so lustig, so lässig haben wir Edmund Stoiber bislang kaum gesehen. Bei einer Talkshow am Gymnasium Penzberg lüftete er unter anderem die Geschichte hinter seiner berühmten Transrapid-Rede. „In zehn Minuten…“

Es ist die andere Seite des Edmund Stoiber: Beim (vorerst) letzten Teil der Talkshow-Reihe „Unter Tage – Nächste Frage“ am Penzberger Gymnasium zeigte er den 200 Besuchern, wie locker und lustig er sein kann. Da war nicht mehr viel zu sehen vom staub-trockenem, politischen Tagesgeschäft.

Zehn Minuten Eingewöhnungsphase brauchte der Politik-Dino und CSU-Patron, um warm zu werden. Dann legte er aber richtig los. Moderator Justus Kriegsch forderte ihn auf die Geschichte der zwei Frösche vorzulesen, die in einem Eimer Milch gefangen sind. Nicht irgendwie. „Wie eine Wahlkampfrede im Bierzelt“, sagt Kriegsch. Der Wolfratshausener willigt ein, nippt an seiner Mass Bier und legt los. Er erzählt vom Frosch, der aufgibt und stirbt, und vom anderen Frosch, der „das Wahlkampfprogramm der CSU gelesen hat“ und deshalb überlebt. Er fuchtelt mit den Armen, mal flüstert er, mal brüllt er ins Mikro. Grandios.

Stoiber: „Transrapid-Rede ist meine meistgeklickte Rede.“

Und Stoiber erzählte die Geschichte, die hinter seinen legendär, witzigen Versprechern während der Transrapid-Rede steckte. 2002 hielt er sie beim Neujahrsempfang des Münchner CSU-Stadtrats. Spät war’s und besonders konzentriert war Stoiber auch nicht. Trotzdem wollte er nochmal die Stimmung hochkochen lassen. Also legt er los, spricht von „zehn Minuten“, vom Urlauber der „quasi am Hauptbahnhof in den Flughafen einsteigt“. Erst vier Jahre später taucht die Rede im Internet auf und wird zum Hit. „Heute ist sie meine meistgeklickte Rede, das muss man erst mal schaffen.“

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Quelle: http://www.merkur-online.de/lokales/weilheim/penzberg/edmund-stoiber-csu-talkshow-gymnasium-penzberg-4691449.html