Edmund Stoiber: Ich plädiere für mehr Herz und mehr Emotionen

Neue Leute braucht das Land! Das fordert zumindest der bayrische Ex-Ministerpräsident. Die jetzigen Politiker seien ihm zu langweilig und emotionslos, wie er jetzt im Gespräch mit BUNTE verriet.

Der frühere bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber hat Mutlosigkeit in der Politik und Langeweile der politischen Debatten beklagt und für geringe Wahlbeteiligung mit verantwortlich gemacht. „Ich plädiere für mehr Herz und mehr Emotionen“, sagte der CSU-Ehrenvorsitzende im Interview der Illustrierten BUNTE: „Mir fehlt wirklich die Leidenschaft in den Debatten. Deswegen haben wir auch weniger Beteiligung an den Wahlen.“ Allerdings sei es heute auch schwieriger geworden, Klartext zu reden. „Es ist schwer, sich pointiert und leidenschaftlich auszudrücken. Eckige Typen werden leider vom Shitstorm geschliffen – oder sie werden weggepustet.“

Stoiber bedauerte, dass es kaum noch Debatten über große gesellschaftliche Prozesse gebe. „Ich vermisse diese auch in den Feuilletons“, sagte er zu BUNTE. „Wir halten wir es etwa mit Freiheit, Recht und Ordnung? Wie sicher oder bedroht ist unser Frieden? Welche Verantwortung tragen wir für die nächste Generation? Das sind wichtige Themen, da wünschte ich mir mehr Leidenschaft in der Diskussion.“ Demokratie als Staatsform basiere auf relativ kurzfristigem Denken bis zur nächsten Wahl. „Unpopuläre, aber notwendige Entscheidungen verlangen den Mut, über die Gegenwart und die nächsten Umfrageergebnisse hinaus zu denken. Den haben wenige. Aber den braucht unsere Demokratie“, so Stoiber.

Lesen Sie das ganze Interview in der neuen BUNTE 48/2014!

Quelle: http://www.bunte.de/politik/edmund-stoiber-ich-plaediere-fuer-mehr-herz-und-mehr-emotionen-110306.html