Archiv der Kategorie: Pressemitteilung

Pressemitteilungen von und über Dr. Edmund Stoiber

Dr. Edmund Stoiber weist heutige BILD-Story über „Komplott gegen Angela Merkel“ zurück

Der frühere Bayerische Ministerpräsident und CSU-Ehrenvorsitzende Dr. Edmund Stoiber weist die heutige BILD-Story über ein angebliches „Komplott“ gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel als Unsinn zurück.

Stoiber: „Das ist ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht. Mich bewegt ausschließlich die Sache. Das Flüchtlingsthema ist eine riesige Herausforderung für die innere Stabilität unseres Landes und den Zusammenhalt Europas.

Die CSU und auch ich vertreten seit Monaten die Meinung, dass die internationalen Anstrengungen zur Bewältigung der Flüchtlingskrise zu lange dauern und dringend durch nationale Maßnahmen ergänzt werden müssen. Die CSU will diese Lösung mit Angela Merkel durchsetzen, nicht gegen sie. Darüber habe ich mit der Bundeskanzlerin erst letzte Woche persönlich ausführlich gesprochen. Alles andere ist blanker Unsinn und das weiß Angela Merkel auch.“

ProSiebenSat.1 und die TU München starten umfangreiche Kooperation

München, 19. Dezember 2014. Auf Anregung des ProSiebenSat.1-Beirats haben die Technische Universität München (TUM) und ProSiebenSat.1 eine Kooperation geschlossen. Ab Januar 2015 arbeiten die TUM und der Medienkonzern in den Bereichen „Content“ und „Ventures“ eng zusammen. Ziel ist es, Forschungsthemen aus dem Universitätskontext einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Insbesondere junge Menschen sollen für Themen aus der Spitzenforschung begeistert werden. Gleichzeitig kooperieren ProSiebenSat.1 und die TUM im Bereich „Ventures“, um Bayern als Gründerstandort zu stärken, was ideal zum Profil der TUM als „unternehmerische Universität“ passt.

Content: „Galileo“ und die TUM bringen Spitzenforschung auf den Schirm
Das ProSieben-Wissensmagazin „Galileo“ berichtet ab Januar 2015 regelmäßig über Forschungsthemen der TUM. Schwerpunkmäßig wird es dabei um die großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gehen: Energie und Rohstoffe, Umwelt und Klima, Gesundheit und Ernährung, Information und Kommunikation sowie Mobilität und Infrastruktur. Die Berichterstattung rund um diese Themen setzt die „Galileo“-Redaktion auch digital fort: Mit Start des neuen „Galileo“-Online-Angebots im ersten Quartal 2015 gibt es zusätzliche Text- und Videobeiträge, die Themen aus der TV-Sendung vertiefen. Gleichzeitig entstehen in Zusammenarbeit mit der TUM Online-Beiträge für die Galileo-Website. Die TUM bringt dazu Vorschläge aus der internationalen Spitzenforschung mit ein.

Darüber hinaus wird ProSiebenSat.1 die TUM dabei unterstützen, ihre Bewegtbildkompetenz auszubauen. Dazu werden TUM-Mitarbeiter unter anderem an Trainings der ProSiebenSat.1 Academy teilnehmen. Die Universität erstellt auch in Eigenregie Filme für ihre Distributionskanäle.

Ventures-Kooperation stärkt Start-up-Standort Bayern
Außerdem nehmen ProSiebenSat.1 und die TUM künftig die Förderung von Jungunternehmern auf ihre gemeinsame Agenda: ProSiebenSat.1 hat seit 2012 ein eigenes Accelerator-Programm, bei dem der Konzern Start-up-Unternehmen beim Aufbau und der Vermarktung von Geschäftsideen unterstützt. Die TUM betreibt mit UnternehmerTUM bereits seit 2002 ein Zentrum für Innovation und Gründung und hilft damit Firmengründern bei der Realisierung ihrer Ideen. Die beiden Partner bündeln ihre Kompetenzen künftig, um die Attraktivität Bayerns als Standort für Firmengründer weiter zu stärken. ProSiebenSat.1 und die TUM werden insbesondere im Bereich der Hochtechnologie eng zusammenarbeiten und Gründer durch fachliche Expertise und Vermarktungsmöglichkeiten unterstützen.

Beiratsvorsitzender Dr. Edmund Stoiber zur Kooperation von ProSiebenSat.1 mit der TUM: „Ein Medienkonzern ist mehr als ein Wirtschaftsunternehmen. Der ProSiebenSat.1-Beirat versteht sich als Impulsgeber für die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung. Ich freue mich sehr, dass unsere Anregung einer Partnerschaft von ProSiebenSat.1 mit der TUM so engagiert aufgegriffen wird. Die Kooperation des starken Medienkonzerns ProSiebenSat.1 mit einer technischen Elite-Universität bringt große Chancen für Bildung und Innovationen. Wer die Digitalisierung erfolgreich gestalten will, muss solche neuen Cluster mit modernen Medien, Forschung und technischer Entwicklung schaffen. Die Kommunikationsfähigkeit der Universitäten wird dabei zu einem wichtigen Standortfaktor.“

TUM-Präsident Prof. Dr. h.c. mult. Wolfgang A. Herrmann: „ProSiebenSat.1 hat einen exzellenten Zugang zur jungen Generation, die aufgeschlossen ist für den wissenschaftlich-technischen Fortschritt. Wir müssen es aber als Spitzenuniversität auch schaffen, den Nutzwert der Forschung in verständlicher, begreifbarer Weise in die Gesellschaft zu tragen. Deshalb freuen wir uns auf die neuen Formate der Wissenschaftskommunikation an der Seite von ProSiebenSat.1.“

Thomas Ebeling, Vorstandsvorsitzender der ProSiebenSat.1 Group: „Unsere Stärke besteht darin, komplexe Themen so aufzubereiten, dass sie für jeden verständlich sind und besonders auch junge Menschen erreichen. Zur Bundestagswahl im vergangenen Jahr haben wir unseren Schwerpunkt im Bereich Politik gesetzt. Zusammen mit der TUM kümmern wir uns jetzt darum, dass Themen aus der Spitzenforschung ein breites Publikum finden.“

Im Beirat der ProSiebenSat.1 Group beraten neun Persönlichkeiten aus unterschiedlichen Lebensbereichen den Medienkonzern in gesellschaftlichen, ethischen und medienpolitischen Fragen. Neben dem Vorsitzenden Dr. Edmund Stoiber gehören Prof. Dr. h.c. mult. Wolfgang A. Herrmann, Dr. Christine Theiss, Prof. Dr. Dieter Kronzucker, Dr. Heike Kahl, Prof. Dr. Klaus Töpfer, Minu Barati-Fischer, Prof. Dr. h.c. Markus Lüpertz und Prof. Bodo Hombach dem Beirat an.

Weihnachtsaktionen der Bundesliga-Stiftung

Frankfurt – Traditionell zur Weihnachtszeit unterstützt die Bundesliga-Stiftung ausgewählte Projekte und Organisationen, die sich speziell für Kinder einsetzen. In diesem Jahr wählte die Bundesliga-Stiftung die Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Hofstede, welche auch vom VfL Bochum gefördert wird, mit ihrem Projekt „Wahrnehmungslandschaft“ sowie „Lichtblick Hasenbergl“ in Kooperation mit dem FC Bayern München aus. Die Förderung dieser beiden Projekte ist der Säule „Förderung von Kindern“ zugeordnet, einer von vier Bereichen, in denen sich die Bundesliga-Stiftung seit ihrer Gründung engagiert.

In Bochum ermöglicht die Bundesliga-Stiftung in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit „Hier, wo das Herz noch zählt“, der karitativen Dachmarke des VfL Bochum 1848, den Bau einer „Wahrnehmungslandschaft“ insbesondere für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf sowie einer Behinderung.

Symbolischer Spatenstich

Hintergrund ist die Schließung der Bochumer Inklusionseinrichtung Graf-von-der-Recke-Schule, deren Schüler ab Sommer 2014 an die GGS Hofstede übergeben werden. Durch die „Wahrnehmungslandschaft“ soll das Miteinander von behinderten und nicht-behinderten Kindern gestärkt werden. Der symbolische Spatenstich zum Projekt wurde nun von Tom Bender, Vorstandvorsitzender der Bundesliga-Stiftung, sowie den Vorstandsmitgliedern des VfL Bochum 1848, Ansgar Schwenken und Christian Hochstätter, und VfL-Cheftrainer Peter Neururer gesetzt.

In München unterstützt die Bundesliga-Stiftung in diesem Jahr das Projekt „Lichtblick Hasenbergl“. Es ist eine lebensbegleitende Einrichtung für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf und dient Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen als Anlaufstelle in Bezug auf Betreuung, Schulabschluss, Ausbildung und Jobsuche. Dr. Edmund Stoiber, Kurator der Bundesliga-Stiftung, und Kurt Gaugler, Geschäftsführender Vorstand der Bundesliga-Stiftung, überbrachten die gute Nachricht über die Spende kurz vor den Feiertagen an den „Lichtblick“. Die Förderung fließt unmittelbar in das Projekt „Pro10“ für Kinder aus benachteiligten Familien. Ziel des Projektes ist es, frühzeitig den Lebensweg der Kleinen positiv zu beeinflussen und so die Chance auf einen Ausbildungsplatz zu eröffnen. Insgesamt investiert die Bundesliga-Stiftung rund 35.000 Euro in beide Projekte.

Quelle: http://www.bundesliga.de/de/liga/news/2013/bundesliga-stiftung–weihnachtsaktionen-der-bundesliga-stiftung-in-bochum-und-m-nchen.php

Dr. Edmund Stoiber zum Tod von Dieter Hildebrandt

Dieter Hildebrandt war Politik pur. Meisterhaft verstand er es, das Politische in den Alltag zu übersetzen – und umgekehrt. In den 60er und 70er Jahren hat er sich mutig mit der politischen Klasse angelegt. Das war neu – so wurde er zum Vorreiter einer kritischen, kontroversen und oft auch polemischen Auseinandersetzung mit Politik. Die herrschenden Verhältnisse wurden von ihm in einer Schärfe, manchmal auch mit einer Einseitigkeit auf den Punkt gebracht, wie das kein anderer konnte. Mit meinem Vorgänger Franz Josef hat er manchen Strauß ausgefochten und diese Zuneigung gleich nahtlos auf mich übertragen. Seine Sympathie galt der Sozialdemokratie und sein Visier war offen. Im Gegensatz zu anderen hat er seine klare Haltung nicht hinter gespielter Objektivität versteckt. Respekt.

Stoiber für Große Koalition in Deutschland.

Der frühere bayerische Ministerpräsident appelliert an die „staatspolitische Verantwortung“ der SPD.

Der frühere bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) befürwortet nach dem Wahlsieg der CDU/CSU bei der deutschen Bundestagswahl vom Sonntag eine Große Koalition mit den deutschen Sozialdemokraten. Die SPD wäre im Vergleich zu den Grünen der „interessantere Partner“ wegen ihres „gewaltigen Einflusses im Bundesrat“, der zweiten Kammer des deutschen Parlaments, wie Stoiber am Montagabend in einem Interview in der ZIB2 des ORF-Fernsehens sagte.

Stoiber appellierte an die „staatspolitische Verantwortung“ der SPD, mit der man bereits von 2005 bis 2009 eine „erfolgreiche Koalition“ gebildet habe. Mit den deutschen Grünen sieht Stoiber „keinen gemeinsamen Weg“. Eine Koalition mit dieser Partei brächte „große Probleme in der zweiten Kammer“. Eine Minderheitsregierung der CDU/CSU falls sowohl SPD als auch Grüne eine Koalitionsregierung verweigern sollten, ist angesichts „der großen Probleme in der EU“ für Stoiber „nicht vorstellbar“.

(apa/dk) Erstellt am 23.09.2013, 22:40

Quelle: http://kurier.at/politik/ausland/bundestagswahl2013/stoiber-fuer-grosse-koalition-in-deutschland/28.081.117

Dr. Edmund Stoiber: Die Maut wird kommen.

„Die Maut wird kommen. Bei der Infrastruktur gibt es eine strukturelle Lücke, die geschlossen werden muss. Deutschland ist von seiner Infrastruktur abhängig. Wir müssen deshalb von einer Finanzierung durch Steuern zu einer zusätzlichen Finanzierung aus dem Verkehr selbst heraus kommen.“

Stoiber zum Fall Hoeneß: „Gerichtliche Klärung abwarten“

FC Bayern Aufsichtsrat Dr. Edmund Stoiber will im Fall Hoeneß die gerichtliche Klärung abwarten. Im Münchner Merkur (Donnerstagsausgabe) verweist Stoiber auf den Beschluss des Aufsichtsrats vom 6. Mai 2013, mit dem das Gremium das Rücktrittsangebot von Uli Hoeneß einstimmig ablehnt hatte. Stoiber: „Es bleibt weiter abzuwarten, zu welchem Ergebnis die gerichtliche Klärung dieses Steuerfalls und dieser Selbstanzeige kommt.“

Zugleich erinnerte Stoiber an die „besondere Struktur“ der nicht an der Börse notierten FC Bayern München Aktiengesellschaft. Stoiber: „Bei allen Erwägungen ist auch zu berücksichtigen, dass die FC Bayern München AG zu über 80 Prozent dem Verein und damit den Mitgliedern gehört. Die haben Uli Hoeneß in den Aufsichtsrat entsandt. Ihre Sprechchöre in London, Berlin und München waren nicht zu überhören.“

Stellungnahme des langjährigen Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Edmund Stoiber zur Rücktrittsankündigung von Papst Benedikt XVI.

In großer menschlicher und christlicher Verbundenheit sind meine Frau Karin und ich heute mit unseren Gedanken bei Papst Benedikt. Uns bewegt vor allem ein Gefühl der Dankbarkeit und des tiefen Respekts für sein Wirken als Papst, Kirchenführer und Theologe. Es entspricht seinem Selbstverständnis als Seelsorger und Diener Gottes, dass er die Zukunft der Kirche über seine Person stellt.

Die Begegnungen mit Papst Benedikt gehören für mich zu den großen Momenten in meinem Leben. In meinen Augen ist Papst Benedikt der größte Sohn Bayerns in seiner über 1.000jährigen Geschichte. Mit seinem Wort „Mein Herz schlägt bayerisch, in meinem Amt gehöre ich der Welt“ hat er die Verbundenheit und Liebe zu seiner Heimat Bayern auch in seinem weltumspannenden Amt unnachahmlich zum Ausdruck gebracht.

Es ist für Deutschland eine außergewöhnliche Ehre und Auszeichnung, dass mit Papst Benedikt nach 500 Jahren wieder ein Deutscher auf dem Stuhle Petri saß. Papst Benedikt ist nicht nur durch sein Amt, sondern durch seine Person eine moralische Instanz in der Welt. Wie kein Zweiter stellt er sich gegen Gewalt, Totalitarismus und Auswüchse des Kapitalismus in der Welt. Unvergleichlich sind seine Bescheidenheit und seine besondere Gabe, auch im 21. Jahrhundert den Menschen das Evangelium nahe zu bringen.

Edmund Stoiber bei Günther Jauch

Am Sonntagabend ging es in der ARD hoch her, Stoiber gegen Lafontaine, Lafontaine gegen Stoiber – BILD.de erklärt wie’s war

12.12.2011 — 10:23 Uhr

Von SEBASTIAN DELIGA

Es war das Duell zweier politischer Schlachtrösser: Edmund Stoiber (70, CSU) gegen Oskar Lafontaine (68, Linke), Euro-Skeptiker gegen Banken-Kritiker.

Beide sind es gewohnt, die erste Geige zu spielen. Jetzt rasselten der Bayer und der Saarländer in der Talkshow von Moderator Günther Jauch (55) ordentlich aneinander.

Motto der Sendung: „Nach dem Krisen-Gipfel – Geht’s jetzt auch mit Deutschland bergab?“

DIE TALKRUNDE
Bayerns Ex-Ministerpräsident Edmund Stoiber, Oskar Lafontaine, Ex-Vorsitzender der Linken, EU-Kommissarin Viviane Reding (60), Hans-Werner Sinn (63), Präsident des ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung und Rolf-Dieter Krause (60), ARD-Korrespondent in Brüssel.

DER EURO-TALK

Sonntagabend in der ARD, Auftritt Edmund Stoiber. Seine Rolle: Euro-Skeptiker, Kämpfer gegen Staatsschulden, EU-Hardliner.

Jauch fragt: Was soll mit EU-Staaten passieren, die die beim Krisen-Gipfel beschlossenen Schuldenbremsen nicht einhalten und sich auch von Sanktionen nicht beeindrucken lassen?

Stoiber: „Dann müssen die raus aus der EU.“

Den Satz, der Euro sei eine Frage von „Krieg und Frieden“, empfand er schon immer als überzogen, schimpft Stoiber. Auch das Nein der Briten zu einem neuen EU-Vertrag und die damit verbundene Isolation des Landes sieht Stoiber gelassen: „Das ist nicht so dramatisch. Wir haben sowieso schon ein Europa der zwei Geschwindigkeiten.“ Europa sei bereits gespalten – in die Länder ohne Euro und jene Staaten, die den Euro als Gemeinschaftswährung eingeführt haben.

Stoibers Hauptforderung: Ein Schulden-Stopp in Europa. „Die EU-Staaten müssen die Maastricht-Kriterien einhalten und endlich mit dem Schuldenmachen aufhören.“

Dann wettert Stoiber gegen Eurobonds: Wenn Eurobonds eingeführt würden, müsse Deutschland die Schulden der anderen Länder mitbezahlen, sodass Länder wie Italien gar keinen Anreiz mehr hätten, zu sparen.

Auch auf die italienische Politik ist Stoiber nicht gut zu sprechen: „Wir haben alle gelacht über die Bunga-Bunga-Politik von Berlusconi und haben gesagt, ja ja, die Italiener. Aber wir bezahlen alle mit unserem Geld für diese Schuldenpolitik.“

Er sei schon immer skeptisch gewesen, Länder wie Italien, Griechenland und Portugal in die Währungsunion aufzunehmen, weil es dort ganz andere finanzpolitische Vorstellungen und Mentalitäten gebe.

Dann läuft Stoibers Gegenspieler zu großer Form auf: Oskar Lafontaine, Ex-Vorsitzender der Linkspartei und der SPD, Ex-Finanzminister, Ex-Regierungschef an der Saar. Für ihn sind vor allem die Banken die Übeltäter.

Jeder EU-Gipfel nütze nur den Banken, schimpft Lafontaine. Auch nach dem letzten Gipfel hätten die Banken „mal wieder Champagner getrunken.“ Lafontaines These: Die Schulden machten nicht die Staaten, sondern die Banken. „Das Bankensystem ist eine gigantische Schuldenmaschinerie.“

Man dürfe nicht die Renten in Portugal kürzen, sondern müsse die Zockerei der Banken beenden. Das habe er als Finanzminister 1998 versucht, doch dann hätten ihm Vertreter der amerikanischen Regierung unter Bill Clinton gesagt, da könnten sie nicht zustimmen, weil die Wall Street den Wahlkampf finanziert habe. Lafontaine: „Solange Banken die Politik kaufen, wird es nicht besser.“

Nicht die Länder, sondern die Banken sollen Schuld sein an der Staatsverschuldung? Da platzt Stoiber fast der Kragen.

„Länder wie Italien sind doch selber schuld, dass sie von den Banken abhängig sind, weil sie permanent Schulden machen.“

Dann greift Stoiber Lafontaine an: „Herr Lafontaine, Sie gehören doch selbst einer Generation an, die lustig Schulden gemacht hat, etwa als Sie Ministerpräsident im Saarland waren“, schimpft Stoiber. Er selbst habe dagegen als bayerischer Regierungschef einen ausgeglichenen Haushalt vorgelegt. „Da hat mir noch jeder gesagt, ich spare Bayern kaputt.“ Stattdessen stehe Bayern jetzt hervorragend da.

Daraufhin sagt Lafontaine kaum noch etwas, grummelt in sich hinein, wiederholt später noch mal die Kritik an den Banken.

Das Duell der alten Hasen bei Jauch – da wurden die anderen Gäste zwangsläufig zu Statisten.

KLARTEXT

Ein spannender und emotionaler Talk: Stoiber regte sich auf wie in seinen besten Zeiten, Lafontaine polemisierte gekonnt wie immer. Moderator Jauch blieb souverän, interessiert, diskutierte frei, ohne ständig in seine Karteikarten zu gucken.

So wirkte seine Diskussionsleitung frisch, was nicht nur an seiner jungenhaft gegelten Haar-Tolle lag.

ABER: Lafontaine wiederholte ständig seine Botschaft gegen die Banken. Da hätte Jauch stärker einschreiten, dem Politiker im Sinne der Zuschauer etwas Neues entlocken können.

Quelle: http://www.bild.de/politik/inland/guenther-jauch/tv-talk-guenther-jauch-euro-krawall-zwischen-edmund-stoiber-und-oskar-lafontaine-21517956.bild.html