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ProSiebenSat.1 und die TU München starten umfangreiche Kooperation

München, 19. Dezember 2014. Auf Anregung des ProSiebenSat.1-Beirats haben die Technische Universität München (TUM) und ProSiebenSat.1 eine Kooperation geschlossen. Ab Januar 2015 arbeiten die TUM und der Medienkonzern in den Bereichen „Content“ und „Ventures“ eng zusammen. Ziel ist es, Forschungsthemen aus dem Universitätskontext einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Insbesondere junge Menschen sollen für Themen aus der Spitzenforschung begeistert werden. Gleichzeitig kooperieren ProSiebenSat.1 und die TUM im Bereich „Ventures“, um Bayern als Gründerstandort zu stärken, was ideal zum Profil der TUM als „unternehmerische Universität“ passt.

Content: „Galileo“ und die TUM bringen Spitzenforschung auf den Schirm
Das ProSieben-Wissensmagazin „Galileo“ berichtet ab Januar 2015 regelmäßig über Forschungsthemen der TUM. Schwerpunkmäßig wird es dabei um die großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gehen: Energie und Rohstoffe, Umwelt und Klima, Gesundheit und Ernährung, Information und Kommunikation sowie Mobilität und Infrastruktur. Die Berichterstattung rund um diese Themen setzt die „Galileo“-Redaktion auch digital fort: Mit Start des neuen „Galileo“-Online-Angebots im ersten Quartal 2015 gibt es zusätzliche Text- und Videobeiträge, die Themen aus der TV-Sendung vertiefen. Gleichzeitig entstehen in Zusammenarbeit mit der TUM Online-Beiträge für die Galileo-Website. Die TUM bringt dazu Vorschläge aus der internationalen Spitzenforschung mit ein.

Darüber hinaus wird ProSiebenSat.1 die TUM dabei unterstützen, ihre Bewegtbildkompetenz auszubauen. Dazu werden TUM-Mitarbeiter unter anderem an Trainings der ProSiebenSat.1 Academy teilnehmen. Die Universität erstellt auch in Eigenregie Filme für ihre Distributionskanäle.

Ventures-Kooperation stärkt Start-up-Standort Bayern
Außerdem nehmen ProSiebenSat.1 und die TUM künftig die Förderung von Jungunternehmern auf ihre gemeinsame Agenda: ProSiebenSat.1 hat seit 2012 ein eigenes Accelerator-Programm, bei dem der Konzern Start-up-Unternehmen beim Aufbau und der Vermarktung von Geschäftsideen unterstützt. Die TUM betreibt mit UnternehmerTUM bereits seit 2002 ein Zentrum für Innovation und Gründung und hilft damit Firmengründern bei der Realisierung ihrer Ideen. Die beiden Partner bündeln ihre Kompetenzen künftig, um die Attraktivität Bayerns als Standort für Firmengründer weiter zu stärken. ProSiebenSat.1 und die TUM werden insbesondere im Bereich der Hochtechnologie eng zusammenarbeiten und Gründer durch fachliche Expertise und Vermarktungsmöglichkeiten unterstützen.

Beiratsvorsitzender Dr. Edmund Stoiber zur Kooperation von ProSiebenSat.1 mit der TUM: „Ein Medienkonzern ist mehr als ein Wirtschaftsunternehmen. Der ProSiebenSat.1-Beirat versteht sich als Impulsgeber für die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung. Ich freue mich sehr, dass unsere Anregung einer Partnerschaft von ProSiebenSat.1 mit der TUM so engagiert aufgegriffen wird. Die Kooperation des starken Medienkonzerns ProSiebenSat.1 mit einer technischen Elite-Universität bringt große Chancen für Bildung und Innovationen. Wer die Digitalisierung erfolgreich gestalten will, muss solche neuen Cluster mit modernen Medien, Forschung und technischer Entwicklung schaffen. Die Kommunikationsfähigkeit der Universitäten wird dabei zu einem wichtigen Standortfaktor.“

TUM-Präsident Prof. Dr. h.c. mult. Wolfgang A. Herrmann: „ProSiebenSat.1 hat einen exzellenten Zugang zur jungen Generation, die aufgeschlossen ist für den wissenschaftlich-technischen Fortschritt. Wir müssen es aber als Spitzenuniversität auch schaffen, den Nutzwert der Forschung in verständlicher, begreifbarer Weise in die Gesellschaft zu tragen. Deshalb freuen wir uns auf die neuen Formate der Wissenschaftskommunikation an der Seite von ProSiebenSat.1.“

Thomas Ebeling, Vorstandsvorsitzender der ProSiebenSat.1 Group: „Unsere Stärke besteht darin, komplexe Themen so aufzubereiten, dass sie für jeden verständlich sind und besonders auch junge Menschen erreichen. Zur Bundestagswahl im vergangenen Jahr haben wir unseren Schwerpunkt im Bereich Politik gesetzt. Zusammen mit der TUM kümmern wir uns jetzt darum, dass Themen aus der Spitzenforschung ein breites Publikum finden.“

Im Beirat der ProSiebenSat.1 Group beraten neun Persönlichkeiten aus unterschiedlichen Lebensbereichen den Medienkonzern in gesellschaftlichen, ethischen und medienpolitischen Fragen. Neben dem Vorsitzenden Dr. Edmund Stoiber gehören Prof. Dr. h.c. mult. Wolfgang A. Herrmann, Dr. Christine Theiss, Prof. Dr. Dieter Kronzucker, Dr. Heike Kahl, Prof. Dr. Klaus Töpfer, Minu Barati-Fischer, Prof. Dr. h.c. Markus Lüpertz und Prof. Bodo Hombach dem Beirat an.

„In zehn Minuten“: Edmund Stoiber veralbert sich für Sat 1 Bayern selbst

Eher unfreiwillig erwarb Edmund Stoiber im Januar 2002 den Status einer Internetberühmtheit – die Rede über die Fahrtdauer seines gescheiterten Prestigeprojekts Transrapid zum Flughafen Franz Josef Strauß („Zehn Minuten“) ist noch heute legendär. Seit seinem Rückzug aus der deutschen Politik ist Stoiber Beirat bei Pro Sieben Sat 1 – und hat gelernt, seine Transrapid-Rede selbst durch den Kakao zu ziehen. Seit neuestem macht Stoiber damit nun Werbung für das Regional-Magazin Sat 1 Bayern.
Selbstironie ist eine Kunst – Edmund Stoiber hat sie in den letzten Jahren gelernt. Im Werbeclip für Sat 1 bleibt der 72-Jährige mit dem Fahrrad liegen und will nun per Anhalter nach Hause fahren. Seine Mitfahrgelegenheit navigiert Stoiber dabei nicht wie in der Transrapid-Rede an den Münchner Fluhafen, sondern zu sich nach Hause – schließlich beginnt gleich die Sendung „Sat 1 Bayern“. Stoibers Ansage: „Wenn Sie in zehn Minuten, ohne dass Sie tanken müssen, in Wolfratshausen sind…“ Produziert hat den Spot, der nur in Bayern zu sehen sein wird, TVT Creative Media in München.

Stoiber ist seit Mitte 2011 Vorsitzender eines Beirats von Pro Sieben Sat 1 Media – in dieser Eigenschaft tritt er nun nicht zum ersten Mal im Fernsehen auf. Im Vorfeld der Bundestagswahl warb der ehemalige Kanzlerkandidat der CDU/CSU für den Urnengang, im vergangenen Jahr war er an der Seite von Christoph Maria Herbst alias Bernd Stromberg bei der Ehrung von Senderchef Thomas Ebling zum HORIZONT-Mann des Jahres zu sehen. fam

Fabian Müller

Quelle: http://www.horizont.net/aktuell/medien/pages/protected/Edmund-Stoiber-veralbert-sich-fr-Sat-1-Bayern-selbst_117401.html

„Drei Kreizl, wenn der Schmarrn vorbei ist“

Dass in ihm Humor steckt, zeigt Edmund Stoiber erst seit er seinen Job als Regierungschef los ist: Als Kaffeemaschinen-Vertreter parodierte er 2012 seine legendäre Transrapid-Rede. Nun ist der 71-Jährige in einem Wahl-Werbespot zu sehen – als rauschebärtiger Biergartengrantler samt Dackel.

Von Sebastian Beck

Es ist zwar schon 13 Jahre her, dass der frühere Ministerpräsident Edmund Stoiber, den „Orden wider den tierischen Ernst“ verliehen bekam – „wegen seiner bayerisch-jovialen Art und seiner unfreiwillig-komischen Wortverdreher“, wie es damals in der Begründung hieß. Dass in ihm ein Mensch mit Humor steckt, zeigt Stoiber aber erst öffentlich, seit er seinen Job als Regierungschef los ist.

Als Kaffeemaschinen-Vertreter parodierte er vergangenes Jahr in einem Sketch seine legendäre Transrapid-Rede. Nun ist der 71-Jährige in einem Werbespot der „Geh-Wählen“-Kampagne von Pro Sieben-Sat. 1 zu sehen. Und zwar als rauschebärtiger Biergartengrantler samt Maxl, seinem Dackel.

Er redet nicht viel, aber was er raunzt, ist für Bajuwaren einwandfrei verständlich: „I und wählen? Zu wasn? De san doch alle gleich. Oana wia da anda. Und dafür soll i mei Kreiz macha? Na, drei Kreizl, wenn der ganze Schmarrn vorbei ist.“ Danach sagt Kickboxerin Christine Theiss: „Deine Stimme kann mehr als meckern. Geh wählen!“ Schließlich nimmt Stoiber seinen Bart ab und verkündet staatsmännisch: „Meckern reicht nicht. Gehen Sie wählen. Und hoffentlich das Richtige.“

Stoiber, das kann der Betrachter unschwer erkennen, wird auf seine alten Tage noch so was von locker. Womöglich lässt er sich bald einen echten Rauschebart wachsen. Er würde ihm gut stehen.

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/bayern/stoiber-wirbt-fuers-waehlen-drei-kreizl-wenn-der-schmarrn-vorbei-ist-1.1755211

„Geh Wählen!“: ProSiebenSat.1 startet Kampagne und Programmoffensive zur Bundestagswahl 2013

– Sendergruppe verdoppelt Berichterstattung zur Bundestagswahl

-ProSiebenSat.1 veranstaltet heute „Symposium zur Wählermobilisierung“ in Berlin mit Dr. Edmund Stoiber und Franz Müntefering

München, 27. Juni 2013. „Geh Wählen!“ Mit diesem Aufruf startet ProSiebenSat.1 in die Berichterstattung zur Bundestagswahl 2013. Mit einer aufmerksamkeitsstarken Kampagne richtet sich die TV-Gruppe an alle Wahlberechtigten in Deutschland und ruft vor allem junge Menschen zur Wahl sowie zur aktiven Beteiligung an unserer Demokratie auf. Zusätzlich berichten SAT.1, ProSieben, kabel eins, sixx und Sat.1 Gold in Nachrichten, Magazinen, Shows und Polittalks umfangreich zum Superwahljahr 2013. Damit wird die Gruppe ihre Berichterstattung gegenüber 2009 mehr als verdoppeln.

Zur Wahl 2013 hat ProSiebenSat.1 – auf Anregung des Beirats unter Vorsitz von Dr. Edmund Stoiber – das ProSieben-Format „Task Force Berlin“ entwickelt, das junge Menschen zielgruppengerecht an politische Themen heranführt. ProSiebenSat.1 stellt das Format heute auf seinem „Symposium zur Wählermobilisierung“ in Berlin vor. Daran nehmen unter anderem Dr. Edmund Stoiber (Vorsitzender ProSiebenSat.1-Beirat), Franz Müntefering (MdB SPD), Thomas Ebeling (Vorstandsvorsitzender ProSiebenSat.1 Media AG) sowie Wahlforscher Prof. Manfred Güllner vom Forschungsinstitut forsa teil.

ProSiebenSat.1 hat bereits im Februar 2013 in Zusammenarbeit mit forsa die erste umfangreiche Nichtwählerstudie vorgelegt. Das Ergebnis: Erstmals seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland droht die Wahlbeteiligung auf unter 70 Prozent zu rutschen. Die Studie zeigt aber auch, wie wichtige Akteure – Politiker und Journalisten – die Initiative ergreifen und Nichtwähler zurückgewinnen können. Die ProSiebenSat.1 Group nutzt die Reichweite ihrer TV-Sender und Digitalmedien konsequent, um hier einen wesentlichen Beitrag zu leisten.

Dr. Edmund Stoiber, ProSiebenSat.1-Beiratsvorsitzender: „Demokratie ist kein Selbstläufer, sie braucht engagierte Mitmacher. Die seit Jahren steigende Wahlverweigerung muss jeden leidenschaftlichen Demokraten beunruhigen. Gerade junge Leute müssen wir verstärkt erreichen und ihnen auch in ihrer Sprache deutlich machen, dass allein mit Privatleben ihre Probleme nicht zu lösen sind. Deshalb ist es so wichtig, dass auch ein privates Medienunternehmen wie ProSiebenSat.1 mit seiner „Geh Wählen!“ Kampagne Flagge für die Demokratie zeigt.“

Thomas Ebeling, Vorstandsvorsitzender der ProSiebenSat.1 Group: „Wir erreichen mit unseren TV-Sendern in Deutschland jeden Tag über 40 Millionen Menschen. Gleichzeitig sind wir davon überzeugt, dass es als Medienkonzern unsere Aufgabe ist, die demokratische Gesellschaft in Deutschland zu stärken. Das können wir, indem wir vor allem junge Menschen auch für vermeintlich schwierige Themen wie Umweltschutz, Toleranz oder eben auch Politik begeistern. Wir sprechen die Sprache junger Menschen und kennen ihre Lebenswelten. Mit unseren TV-Formaten erreichen wir Zuschauer, die zur Sprache der Politik oftmals keinen Zugang mehr haben. Damit bauen wir Brücken.“

Prof. Manfred Güllner, Geschäftsführer forsa: „Die meisten Nichtwähler in Deutschland sind ‚Wähler auf Urlaub‘, weil sie mit der Art und Weise, wie derzeit Politik betrieben wird, nicht zufrieden sind. Wenn diese Unzufriedenheit reduziert werden könnte, könnten also aus jetzigen Nichtwählern wieder Wähler werden. Hier müssen Medien und Politik die Initiative ergreifen.“

Programme und Kampagne der ProSiebenSat.1 Group zur Wahl 2013

„Task Force Berlin“ In dem ProSieben-Format „Task Force Berlin“ zeigt der deutsche Reggae-Musiker „Gentleman“ jungen Zuschauern, dass Politik konkret mit ihrem Leben zu tun hat. Gemeinsam mit der Star-Choreografin Nikeata Thompson („Got to Dance“), der Moderatorin Rebecca Mir („taff“) sowie der Schauspielerin Sophia Thomalla sammelt er Fragen, Ideen, Sorgen und Wünsche bei Zuschauern und konfrontiert Politiker aus der ersten Riege damit. Mit dabei sind unter anderem Bundesumweltminister Peter Altmaier, Bundesfamilienministerin Kristina Schröder, Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr sowie Entwicklungsminister Dirk Niebel. „Task Force Berlin“ holt Jungwähler dort ab, wo sie stehen – und gibt ihnen eine Stimme. Das Format entstand in Zusammenarbeit mit der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und wurde speziell für das Superwahljahr 2013 entwickelt. ProSieben zeigt zwischen dem 26. und 29. August insgesamt vier Folgen von „Task Force Berlin“.

„TV total Bundestagswahl 2013“ Am 21. September 2013 – dem Vorabend zur Bundestagswahl – gibt es auf ProSieben Politik zur Prime Time: ProSieben-Moderator Stefan Raab ruft sein Publikum ab 20.15 Uhr erneut zur Probeabstimmung auf. Die Ergebnisse seiner „TV total Bundestagswahl“ lagen bei den beiden letzten Bundestagswahlen zum Teil näher am tatsächlichen Abstimmungsergebnis als die Prognosen der großen Wahlforschungsinstitute. Mit einem Marktanteil von 24,7 Prozent bei den 14- bis 29-Jährigen war die „TV total Bundestagswahl 2009“ die erfolgreichste Wahlsendung für junge Menschen.

TV-Duell

Drei Wochen vor der Wahl gibt es zur Meinungsbildung bei Jungwählern eine Premiere auf ProSieben: Der TV-Sender zeigt zum ersten Mal live das TV-Duell Bundeskanzler(in) gegen Herausforderer. Den mit Spannung erwarteten verbalen Schlagabtausch zwischen Angela Merkel und Peer Steinbrück moderiert unter anderem Stefan Raab – am Sonntag, den 1. September 2013, ab 20.15 Uhr. Im Anschluss zeigt ProSieben eine ausführliche Analyse des TV-Duells.

„Absolute Mehrheit“ Stefan Raab ist es mit „Absolute Mehrheit – Meinung muss sich wieder lohnen“ erfolgreich gelungen, politische Themen in die junge Zielgruppe zu transportieren und für diese relevant zu machen. Die nächste Ausgabe des erfolgreichsten Polittalks beim jungen Publikum zeigt ProSieben im Vorfeld der Wahl.

Berichterstattung zur Wahl in zahlreichen Magazinen und Polittalks Darüber hinaus wird die ProSiebenSat.1 Group in fast all ihren Magazinen und politischen Talks zur Wahl sowie über politische Themen berichten. Der SAT.1-Polittalk „Eins gegen Eins“ mit Claus Strunz, „Galileo Spezial“, Sommer-Interviews von SAT.1-Anchor Marc Bator mit Spitzen-Politikern sowie „Abenteuer Leben Spezial“ sind weitere Bausteine der ProSiebenSat.1-Programmoffensive. Themenschwerpunkte bei „Galileo“, „taff“ und im „SAT.1-Frühstücksfernsehen“ werden die Berichterstattung vervollständigen.

Medienübergreifende Kampagne „Geh Wählen!“ Mit der großen, medienübergreifenden Kampagne „Geh Wählen!“ nimmt ProSiebenSat.1 seine gesellschaftliche Verpflichtung wahr, sich für eine höhere Wahlbeteiligung einzusetzen. Ab 18. August rufen Spots auf den Sendern SAT.1, ProSieben, kabel eins, sixx und SAT.1 Gold vor allem die potenziellen Jungwähler zur Stimmabgabe auf. Zudem gibt es eine eigene Internetseite sowie eine App. Die TV-Gruppe stellt für die Kampagne ein Mediavolumen in Höhe von mehreren Millionen Euro zur Verfügung. Bereits zur Bundestagswahl 2009 hatte ProSiebenSat.1 eine große „Geh Wählen!“-Kampagne initiiert und konnte damit vor allem Jungwähler zum Urnengang bewegen. Bei den 18- bis 29-Jährigen, die die Kampagne kannten, fiel die Wahlbeteiligung um knapp acht Prozent höher aus als bei denjenigen, die die Kampagne nicht gesehen hatten.

Die „Geh Wählen!“-Kampagne und viele Programminhalte zur Wahl verlängert ProSiebenSat.1 konsequent ins Internet sowie in die sozialen Netzwerke. Darüber sollen möglichst viele User dazu animiert werden, ihrerseits aktiv zum Wählen aufzurufen.

Quelle: http://www.prosieben.com/de/presse/pressemeldungen/presse-lounge/prosiebensat1-media-ag/2013/6/„geh-waehlen!“-prosiebensat1-startet-kampagne-und-programmoffensive-zur-bundestagswahl-2013

ProSiebenSat.1-Beirat: „Neue Informationssendungen für junge Menschen“ – Pilotprojekt beschlossen

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München, 23. November 2011. Am 22. November 2011 hat sich der neue Beirat der ProSiebenSat.1 Media AG unter dem Vorsitz von Dr. Edmund Stoiber zu seiner konstituierenden Sitzung versammelt und ein erstes beratendes Gespräch mit dem Vorstand geführt. (Fotos über obs).

Jede Sitzung des Beirats wird von Schwerpunktthemen geprägt sein, diesmal standen Politikvermittlung und medienpolitische Fragen im Vordergrund.

Pilotprojekt „Neue Informationssendungen für junge Menschen“ beschlossen

Der Vorstand der ProSiebenSat.1 Media AG hat auf Anregung des Beirats beschlossen, gemeinsam mit einer großen deutschen Journalistenschule und einem Online-Medium ein auf drei Jahre angelegtes Pilotprojekt zur Entwicklung neuer politischer und wirtschaftlicher Informationsformate für junge Menschen zu starten. Ziel ist es, im aktiven Dialog mit der Politik zeitgemäße Formen der Präsentation komplexer Zusammenhänge zu finden, die insbesondere die Vernetzung von TV-, Online- und mobilen Medien berücksichtigen. Das Projekt wird zunächst mit 500.000 Euro finanziert. Ein Projektteam wird sich unmittelbar um die Auswahl der externen Partner kümmern.

Dr. Edmund Stoiber, Vorsitzender des Beirats der ProSiebenSat.1 Media AG begrüßt, dass der Vorstand den Impuls des Beirats so positiv aufgenommen hat: „Die Demokratie lebt davon, dass Medien den Prozess der politischen Willensbildung begleiten. Dabei sind die privaten Sender mit ihrer enormen Reichweite bei jungen Leuten immer wichtigere Multiplikatoren. Ich halte es für sehr verantwortlich und absolut zukunftsgerichtet, dass ProSiebenSat.1 mit seinem Know-How und einem beachtlichen Budget neue Formate entwickeln will. Und auch die Politiker sollten sich öffnen für neue Formen der Politikvermittlung, wenn sie die Wähler von morgen noch erreichen wollen.“

Thomas Ebeling, Vorstandsvorsitzender der ProSiebenSat.1 Media AG: „Mit Sendungen wie „Galileo“ oder „TV Total Bundestagswahl“ haben wir bewiesen, dass Informationsendungen für junge Leute, die sich mit wirtschaftlichen oder politischen Fragen befassen, äußerst erfolgreich sein können – wenn die Mittel richtig gewählt sind. Wir sind überzeugt, dass unsere erfahrenen TV-Kollegen im Dialog mit Politikern, sowie anderen Journalisten und Medien wesentliche neue Impulse für dieses Thema setzen können. Dabei halte ich es für besonders wichtig, den journalistischen Nachwuchs, also die Nachrichtenmacher von morgen, in die Entwicklung einzubeziehen.“

Medienpolitische Kernforderungen

Der Beirat hat sich in seiner ersten Sitzung zudem mit medienpolitischen Grundsatzfragen befasst, um ein gemeinsames Verständnis zu zentralen Herausforderungen der Industrie zu erarbeiten. Dabei wurden fünf Kernthemen identifiziert.

Rahmenbedingungen: Für alle Anbieter audiovisueller Inhalte müssen gleiche Rahmenbedingungen gelten. Der Medienstandort Deutschland muss mit Blick auf die wachsende Internationalisierung der Medien gestärkt werden.

Weiterentwicklung der dualen Medienordnung: ProSiebenSat.1 ist ein wesentlicher Teil und Mitträger der dualen Medienordnung in Deutschland und setzt sich für ihre zeitgemäße Weiterentwicklung ein. Als Wettbewerber, aber auch Geschäftspartner der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten setzt sich ProSiebenSat.1 dafür ein, die Aufgabenteilung zwischen öffentlich-rechtlichen und privatwirtschaftlichen Medienunternehmen wiederherzustellen.

Werbung und Sponsoring dürfen nur dem privaten Rundfunk erlaubt sein. Das Unternehmen fordert eine Liberalisierung der strikten Werberegulierung.

Das Medienkonzentrationsrecht sollte modernisiert werden. Eine sinnvolle Fusionskontrolle setzt voraus, dass sie die Abgrenzung von Märkten und die Berechnung von Marktanteilen stärker berücksichtigt. Eine Überführung des deutschen Medienkonzentrationsrechts in das allgemeine Wettbewerbsrecht ist wünschenswert.

Das Urheberrecht muss verbessert werden, um durch geeignete Maßnahmen audiovisuelle Inhalte zu sichern und Piraterie einzudämmen. Die leistungsschutzrechtliche Position von Medienunternehmen muss gestärkt werden.

Die nächste Sitzung des Beirats findet im Februar 2012 in Berlin statt.

Der Beirat der ProSiebenSat.1 Media AG setzt sich zusammen aus:

Dr. Edmund Stoiber (Vorsitzender), Minu Barati-Fischer, Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang A. Herrmann, Dr. Heike Kahl, Prof. Dr. Dieter Kronzucker, Prof. Markus Lüpertz, Dr. Christine Theiss, Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Klaus Töpfer

Der Beirat hat die Aufgabe, ProSiebenSat.1 in gesellschafts- und medienpolitischen, sowie ethischen Fragen zu beraten. Er wird zudem Reflexionen und Anregungen zu den Medienangeboten des Konzerns geben. Neben der Erörterung medienpolitischer Fragen stehen vor allem Entwicklungen in denjenigen Bereichen im Vordergrund, die für unser Unternehmen und die Gesellschaft in Zukunft entscheidende Bedeutung haben werden: Forschung, Ökologie und Nachhaltigkeit; Jugend und Soziales; Kunst, Kultur und Sport.

Quelle: http://prosiebensat1.de/de/presse/pressemeldungen/presse-lounge/prosiebensat1-media-ag/2011/11/prosiebensat1-beirat-%E2%80%9Eneue-informationssendungen-fuer-junge-menschen%E2%80%9C-pilotprojekt-beschlossen

 

Brief des Vorsitzenden des Beirats der ProSiebenSat.1 Media AG, Dr. Edmund Stoiber, an die Ministerpräsidenten der Länder

Sehr geehrte Frau Ministerpräsidentin,
sehr geehrter Herr Ministerpräsident,

die duale Medienordnung in Deutschland ist fast 30 Jahre alt und hat sich lange Zeit sehr bewährt. Seinerzeit stand ich als junger Chef der Bayerischen Staatskanzlei mit an der Wiege des privaten Rundfunks in Deutschland, viele Jahre habe ich Verantwortung in Gremien der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten getragen. Darum ist es für mich eine konsequente Fortsetzung meines medienpolitischen Engagements, als Vorsitzender des Beirates der ProSiebenSat.1 Media AG auch in Zukunft entsprechende Fragen aufzugreifen.

Ich bin darüber besorgt, dass die Medienpolitik in Deutschland in einer gewissen Sackgasse steckt. Keine politische Partei misst ihr eine erkennbar hohe Priorität bei. Stattdessen ist, stets mit gewichtigen Argumenten, ein Regulierungsdickicht entstanden, das die Innovationskraft der Medien zunehmend hemmt. Manche sprechen schon von einem „Wanderzirkus“ der Medienforen, auf denen dieselben Landespolitiker, Regulierer und Wissenschaftler seit Jahren fast immer dieselben Fragen verhandeln. Zugleich wissen wir, dass die Medien für die politische Meinungsbildung und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland unverzichtbar sind. Entgegen vielen Voraussagen hat das Fernsehen als einziges echtes Massenmedium seinen Stellenwert nicht nur behalten, sondern sogar noch vergrößert. Jeder Deutsche ab 14 Jahren schaut im Durchschnitt täglich 220 Brief des Vorsitzenden des Beirats der ProSiebenSat.1 Media AG, Dr. Edmund Stoiber, an die Ministerpräsidenten der Länder Minuten lang Fernsehen. Die Beschäftigung mit dem Internet, Social Media, Games etc. ist hinzugekommen und nimmt ebenfalls stetig zu.

Die Politik richtet ihr Augenmerk recht einseitig auf die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten, weil Regierungs- und Parteienvertreter dort Sitz und Stimme in den Aufsichtsgremien haben und dort auch rundfunkpolitische Fragen erörtert werden. Der private Rundfunk ist aber politisch nicht weniger relevant. Wie die Branchenstatistik Jahr um Jahr belegt, erreicht er die demographische Mitte der Gesellschaft, über alle sozialen Schichten hinweg. Er erreicht in besonderem Maße die junge Generation. So ist zum Beispiel der Fernsehsender ProSieben mit einem Markanteil von 44% klarer Marktführer bei den jungen Leuten bis 19 Jahren. Für sie ist die ProSieben Newstime eine der wichtigsten Informationsquellen. Diese jungen Leute werden Politik und Gesellschaft in Zukunft prägen.

Der Sinn der dualen Rundfunkordnung war und ist, die Meinungsvielfalt in den elektronischen Medien zu gewährleisten. Während sich die öffentlichrechtlichen Sendeanstalten auf ihren Grundversorgungsauftrag konzentrieren sollen, ist es das Vorrecht und die Aufgabe der privaten Sender, auf die Wünsche des Publikums einzugehen und Programme zu entwickeln, die kommerziell erfolgreich sind. Das ist in den letzten 30 Jahren hervorragend gelungen: Wir haben heute einen privaten Rundfunk, der jährlich ein Geschäftsvolumen von rund 8 Mrd. Euro erzielt. Er sichert direkt die Arbeit und den Lebensunterhalt von rund 15.000 Menschen in kreativen Berufen; hinzu kommen erhebliche Investitionen in die Film- und Fernsehproduktion und die damit verbundenen Dienstleistungen, die wiederum Arbeitsplätze und Medienstandorte sichern. Hier haben wir etwas geschaffen, das wir bewahren und weiterentwickeln müssen. Denkt man weiter in die Zukunft, erkennt man aber, dass der private Rundfunk in eine strategische Zwangslage gerät. Er hat sich in den letzten Jahren stark konsolidiert und vor allem in zwei Senderfamilien organisiert: der ProSiebenSat.1 Media AG, dem Marktführer im deutschen Werbemarkt, und der RTL Group. Das war eine erste Antwort auf die Konzentrationsprozesse in den benachbarten Märkten, von denen der private Rundfunk abhängig ist:

So wird der deutsche Werbemarkt von fünf großen Media-Agenturen beherrscht. Die Verbreitungswege über Kabel und Satellit sind in der Hand von Monopolisten. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk expandiert pausenlos in die kommerziellen Märkte hinein und erhöht mit der neuen Rundfunkabgabe ab 2013 wahrscheinlich nochmals seine Einnahmen. Und die globalen Internet-Giganten wie Google, Apple und Facebook setzen alles daran, in den deutschen Fernsehmarkt einzubrechen und sich einen großen Teil der Werbeumsätze zu sichern.

Könnte die soziale Marktwirtschaft im Fernseh- bzw. Werbemarkt ihre Kraft frei entfalten, wäre gegen die kommenden strukturellen Anpassungen wenig einzuwenden. Sie wären eine vielleicht schmerzhafte, aber volkswirtschaftlich gebotene Konsequenz des technologischen Fortschritts. Tatsächlich haben wir aber alles andere als fairen Wettbewerb. Während der private Rundfunk unter strengen und kostspieligen Auflagen arbeitet, unterliegen der öffentlichrechtliche Rundfunk und erst recht die globalen Internet-Giganten nur sehr wenigen Beschränkungen. Sie regulieren sich de facto selbst. Die beiden traditionellen Säulen unserer Medienordnung und die neue dritte Säule der globalen Internet-Giganten arbeiten nicht unter gleichen Marktbedingungen, sie begegnen sich nicht auf einem „Level playing field“.

Auch jenseits der reinen Medienregulierung werden den privaten Rundfunkunternehmen Lasten aufgebürdet, die einer zeitgemäßen Überprüfung kaum standhalten dürften. Ich nenne nur zwei Beispiele:

– Die privaten Sendeanstalten sind als einzige Inhaber von Leistungsschutzrechten nach dem Urheberrechtsgesetz von der Teilhabe an der Leerträgerabgabe ausgeschlossen.

– Weiterhin leisten wir uns ein Medienkonzentrationsrecht, das neben dem allgemeinen Kartellrecht existiert und dazu führt, dass strategische deutsche Investoren bei großen Transaktionen so gut wie chancenlos sein werden.

Es geht mir nicht allein darum, den privaten Rundfunk weiter zu deregulieren und besser auf den Wettbewerb mit den globalen Internet-Giganten vorzubereiten. Wie schon die Musikindustrie vor ihnen, werden auch die privaten Sendergruppen selbst einen Weg finden müssen, ihre Geschäftsmodelle nach und nach an die Gegebenheiten des Internets anzupassen. Vielmehr mache ich mir darüber Gedanken, wie die Parteien in der künftigen Medienlandschaft ihrem grundgesetzlichen Hauptauftrag nachkommen sollen, an der politischen Willensbildung des Volkes mitzuwirken. Das wird dauerhaft nur möglich sein, wenn sie sich viel stärker mit den Veränderungen in der Medienwirtschaft und in der Mediennutzung auseinandersetzen und mit den Kompetenzträgern der deutschen Medienwirtschaft zusammenarbeiten. Gerade die privaten Sendergruppen können attraktive Partner sein, die sowohl Massenmedien mit dem Zugang zur jungen Generation betreiben als auch mit zahlreichen Online-Angeboten Erfolg haben. So erreicht die ProSiebenSat.1 Media AG mit ihren Marken europaweit 78 Mio. Fernsehzuschauer und allein in Deutschland rund 30 Mio. Unique Users im Internet.

In den politischen Parteien, die ihrerseits mit technologischen und gesellschaftlichen Innovationen auf vielen Gebieten konfrontiert sind, wird oft in Zuständigkeiten gedacht: „Medienpolitik ist Ländersache.“ Als ehemaliger Ministerpräsident des Freistaates Bayern liegt es mir mehr als fern, daran etwas zu ändern. Es ist mir aber ein großes Anliegen, dass gerade die Länder als einstige Vordenker der dualen Medienordnung wieder zu einer mutigen, weitreichenden und nationalen medienpolitischen Agenda finden. Wir müssen nichts weniger als die Medienordnung der Zukunft entwickeln – so gründlich, vorausschauend und mutig, wie wir es vor 30 Jahren unter den damaligen Bedingungen schon einmal geschafft haben. Die Politik muss ihren einstigen Gestaltungsanspruch auf diesem Gebiet erneuern.

Ich beabsichtige, im Laufe des nächsten halben Jahres mit weiteren Ministerpräsidenten über diese nicht zu unterschätzenden Herausforderungen für die Medienpolitik des 21. Jahrhunderts zu sprechen.

Nach meiner Auffassung wäre es gut, wenn sich die Rundfunkkommission und die Runde der Ministerpräsidenten mit den angesprochenen Themen befassen würden. Mit dem Vorsitzenden der Rundfunkkommission, Ministerpräsident Kurt Beck, habe ich darüber bereits einmal gesprochen.

Wir müssen die Offenheit der Politik auch gegenüber dem privaten Rundfunk erneuern, um ihn im künftigen Wettbewerb mit den globalen Internet-Giganten zu entlasten und zugleich seine Kompetenzen und Fähigkeiten für die Politik zu nutzen. Weiterhin müssen wir zu einer Verständigung über die Eckpunkte der Medienordnung der Zukunft kommen, die nicht allein von globalen Akteuren mit Sitz auf anderen Kontinenten gestaltet werden darf.

Mit herzlichen Grüßen

Dr. Edmund Stoiber
Vorsitzender des Beirats der ProSiebenSat.1 Media AG

Mitglieder des Beirats:
Minu Barati-Fischer, Prof. Dr.h.c. mult. Wolfgang A. Herrmann, Dr. Heike Kahl,
Prof. Dieter Kronzucker, Prof. Dr. h.c. Markus Lüpertz, Dr. Christine Theiss,
Prof. Dr. Klaus Töpfer

ProSiebenSat.1 benennt Beiratsmitglieder

Die Zusammensetzung des Beirats der ProSiebenSat.1 Media AG unter dem Vorsitz von Ministerpräsident a.D. Dr. Edmund Stoiber steht fest. Neben Dr. Stoiber sind folgende Personen Mitglieder des Gremiums:

– Minu Barati-Fischer, Produzentin und Autorin
– Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang A. Herrmann, Präsident der Technischen Universität München
– Dr. Heike Kahl, Geschäftsführerin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung
– Prof. Dr. Dieter Kronzucker, Journalist
– Prof. Markus Lüpertz, Maler
– Dr. Christine Theiss, Ärztin, Kickbox-Weltmeisterin
– Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Klaus Töpfer, Exekutivdirektor IASS, Institute for Advanced Sustainability Studies e.V., Bundesminister a.D.

Dr. Stoiber: „Ich freue mich, dass so interessante und qualifizierte Persönlichkeiten in diesem Beirat mitwirken. Medienangebot und Mediennutzung prägen zunehmend unsere Gesellschaft. Deshalb müssen medienpolitische und gesellschaftliche Herausforderungen künftig mehr im Zusammenhang diskutiert werden.“

Thomas Ebeling, Vorstandsvorsitzender der ProSiebenSat.1 Media AG: „Ich danke Herrn Dr. Stoiber herzlich für die Zusammenstellung des Gremiums. Für ein Medienunternehmen, das besonders viele junge Menschen erreicht, ist es wichtig, immer wieder neue gesellschaftliche Themen aufzugreifen. Ich freue mich auf fundierte Gespräche, von denen beide Seiten sicher profitieren werden.“

Der Beirat hat die Aufgabe, ProSiebenSat.1 in gesellschafts- und medienpolitischen, sowie ethischen Fragen zu beraten. Er wird zudem Reflexionen und Anregungen zu den Medienangeboten des Konzerns geben. Neben der Erörterung medienpolitischer Fragen stehen vor allem Entwicklungen in denjenigen Bereichen im Vordergrund, die für unser Unternehmen und die Gesellschaft in Zukunft entscheidende Bedeutung haben werden: Forschung, Ökologie und Nachhaltigkeit; Jugend und Soziales; Kunst, Kultur und Sport.

Quelle: http://www.prosiebensat1.com/de/presse/pressemeldungen/presse-lounge/prosiebensat1-media-ag/2011/9/prosiebensat1-benennt-beiratsmitglieder

BILD Interview mit Dr. Edmund Stoiber

BILD: Herr Dr. Stoiber, Sie werden Chef des neuen Beirats von ProSiebenSat.1. Wie kam es dazu?

Alt-Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber (69): „Ich befasse mich seit 35 Jahren mit Medienpolitik. Da werde ich häufig gefragt, ob ich bereit bin, mich einzubringen. So war es hier auch. Der neue Unternehmenschef Thomas Ebeling hat mich angesprochen.“

BILD: Wie groß soll der Beirat werden?

Stoiber: „Ich gehe von sechs, sieben Personen aus.“

BILD: Haben Sie schon Namen?

Stoiber: „Namen will ich noch keine nennen, aber ich denke weniger an Repräsentanten aus Wirtschaft und Politik sondern mehr aus Kunst, Kultur, Wissenschaft und Sport. Ich möchte auch Frauen dabei haben und jüngere Leute.“

BILD: Bayern-Präsident Uli Hoeneß?

Stoiber (lacht): „Natürlich, wenn er nicht schon so beschäftigt wäre…“

BILD: Wann soll der Beirat stehen?

Stoiber: „Im Laufe der nächsten zwei Monate.“

BILD: Ist Ihr Engagement zeitlich begrenzt?

Stoiber: „Ich denke erst mal an drei bis fünf Jahre, um den Beirat zu etablieren. Es geht nicht nur um das Gespräch mit dem Vorstand, wir mischen uns auch in die öffentliche Debatte zur Medienpolitik ein.“

BILD: Den Vorstand von ProSiebenSat.1 berät Ihr Gremium „in wichtigen gesellschafts- und medienpolitischen Fragen.“ Was verstehen Sie darunter?

Stoiber: „Es geht etwa darum, junge Leute zu erreichen. Das schaffen die privaten Medien weitaus mehr als die öffentlich-rechtlichen. Die Privaten haben auch die Aufgabe, junge Menschen an unsere Demokratie heranzuführen, ihnen etwa vor Augen zu führen, wie wichtig Werte wie Toleranz oder Gleichberechtigung sind.“

BILD: Wie?

Stoiber: „Nicht nur mit politischen Magazinen. Das muss auch in Formaten wie DSDS oder „Schlag den Raab“ gehen, die Millionen junger Menschen sehen, die die Öffentlich-Rechtlichen niemals erreichen.“

BILD: Wie oft tagt der Beirat?

Stoiber: „Nach Bedarf, mindestens einmal im Vierteljahr.“

BILD: Ist es, wie Ihr EU-Job, ehrenamtlich?

Stoiber (schmunzelt): „Es ist ein bisschen mehr als ein ehrenamtlicher Job…“

BILD: Sie sind weiter EU-Chef-Entbürokratisierer. Schaffen Sie beides?

Stoiber: „Das schaffe ich.“

BILD: Sie werden bald 70. Schreiben Sie Ihre Memoiren?

Stoiber: „Dazu habe ich mich in der Tat überreden lassen. Nächstes Jahr werde ich zusammenstellen: Was habe ich erlebt? Wie sehe ich die Gegenwart und vor allem auch die Zukunft?“

BILD: Wann erscheint das Buch?

Stoiber: „Das steht noch nicht genau fest. Möglicherweise Ende nächsten Jahres.“

BILD: Herr Stoiber, zum FC Bayern: Was erwarten Sie sich von der neuen Saison?

Stoiber: „Wir haben jetzt den Trainer, der am besten zum FC Bayern passt. Er ist ein großartiger Fußballlehrer und ein toller Mensch. Die Stimmungslage ist völlig anders als gestern und vorgestern. Ich gehe davon aus, dass wir eine großartige Saison spielen!“

BILD: Das heißt?

Stoiber: „Klare Ansage: Wir wollen alles tun, wieder Deutscher Meister zu werden. Und nach dem Bestehen der Champions-League-Qualifikation muss es das Ziel sein, ins Endspiel zu kommen. Schließlich findet das in München statt.“

Quelle: http://www.bild.de/regional/muenchen/edmund-stoiber/kuendigt-an-ich-schreibe-ein-buch-18785570.bild.html

ProSiebenSat.1 Group etabliert Beirat/Dr. Edmund Stoiber übernimmt Vorsitz

München, 1. Juli 2011. Ministerpräsident a. D. Dr. Edmund Stoiber wird ab dem 1. Juli 2011 den Vorsitz des neu gegründeten Beirats der ProSiebenSat.1 Media AG übernehmen. Das Gremium aus Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens wird das Unternehmen in wichtigen gesellschafts- und medienpolitischen Fragen beraten und unterstützen. Dr. Stoiber hat die deutsche Medienordnung jahrzehntelang mitgestaltet. Insbesondere der Medienstandort Bayern hat von seinem Engagement profitiert.

Dr. Edmund Stoiber: „Ziel meiner Medienpolitik war stets ein starkes duales System aus privatem und öffentlich-rechtlichem Rundfunk. Aus medienpolitischer Überzeugung und mit Blick auf den Standort Bayern übernehme ich gerne den Vorsitz des neuen Beirats der ProSiebenSat.1 Media AG.“

Thomas Ebeling, Vorstandsvorsitzender der ProSiebenSat.1 Media AG: „Es freut mich ganz außerordentlich, dass ich Edmund Stoiber gewinnen konnte, den Vorsitz dieses Gremiums zu übernehmen, das er in den kommenden Monaten aufbauen wird. Herr Dr. Stoiber hat wie kaum ein anderer den Medienstandort Deutschland geprägt. Er hat ProSiebenSat.1 von Beginn an wohlwollend begleitet. Für mich ist er die ideale Besetzung und ich freue mich sehr, dass wir ab heute von seinem politischen Know-How, seiner strategischen Expertise und seiner langjährigen Erfahrung mit Medienfragen profitieren können.“

Quelle: http://prosiebensat1.de/de/presse/pressemeldungen/presse-lounge/prosiebensat1-media-ag/2011/7/prosiebensat1-group-etabliert-beirat