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Stoiber: Koalition kungelt zu viel in Hinterzimmern

CSU-Grande vermisst Debatten-Kultur

Bayerns Ex-Ministerpräsident Edmund Stoiber zieht gerne vom Leder. Nun holt der CSU-Grande zum Rundumschlag gegen die deutsche Politik aus. Vor allem die Große Koalition bekommt ihr Fett weg. Ihr fehle eine offene Diskussionskultur.

Handeln statt reden. Mit diesem Motto präsentiert sich Edmund Rüdiger Rudi Stoiber auf seiner Homepage. Doch Bayerns Ex-Ministerpräsident redet ebenso gern. Wenn man ihn denn lässt. Legendär die Rede mit der Stoiber in flammenden Worten für die Einrichtung einer Transrapid-Verbindung vom Münchner Stadtzentrum zum Flughafen warb.Das Reden vermisst der 73-Jährige offenbar auch in der deutschen Politik. Zumindest der Ort der Gespräche missfällt ihm. Die finden nämlich zu oft in Hinterzimmern statt, meint der CSU-Grande in der „Bild“-Zeitung vom Montag.

„Vieles hinter verschlossenen Türen“

„Wer Menschen überzeugen will, muss offen für seine Projekte streiten. In der GroKo (Große Koalition, d. Red.) wird naturgemäß vieles hinter geschlossenen Türen verhandelt und dann verkündet. Die Demokratie wird träge, wenn es zu wenig Debatten und Streit um den richtigen Kurs gibt.“

 Die Schuld am diskursiven Mangel gibt Stoiber aber auch dem politischen Gegner. Da fehle eine marktwirtschaftlich orientierte Opposition. „Was Linke und Grüne da abliefern ist kläglich und geht in die falsche Richtung. Manchmal wünsche ich mir schon die 68er zurück. Da war wenigstens Leidenschaft bei der politischen Konkurrenz.“

Quelle: http://www.focus.de/politik/deutschland/csu-grande-besorgt-stoiber-koalition-kungelt-zu-viel-in-hinterzimmern_id_4198025.html