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Edmund Stoiber im SPORT1-Interview über den FC Bayern, Pep Guardiola und Uli Hoeneß

„Uli Hoeneß hat einen Riesen-Rückhalt“

München – Im exklusiven Interview mit SPORT1 spricht Bayern-Aufsichtsrat Edmund Stoiber über die Saisonziele, den Ex-Präsidenten und Guardiolas Abschied.

Er kennt das Innenleben des deutschen Rekordmeisters so gut wie nur wenige:

Edmund Stoiber hat als Mitglied des Aufsichtsrats und als Vorsitzender des Verwaltungsrats beim FC Bayern Einblick in alle wichtigen Entscheidungen.

Für SPORT1 nahm sich der langjährige bayrische Ministerpräsident viel Zeit für ein exklusives Interview, in dem er über die Zukunft von Uli Hoeneß und Phillip Lahm, die Rolle von Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge, den Abschied von Pep Guardiola und die Saisonziele sprach.

(Das ganze Interview mit Edmund Stoiber ab 18.30 Uhr in Bundesliga Aktuell im TV auf SPORT1)

Dr. Edmund Stoiber über…

das Rennen um die deutsche Meisterschaft:

„Acht Punkte sind ein gutes Polster, aber diese Situation kann sich durch die Drei-Punkte-Regelung sehr schnell wieder ändern. Wir haben noch das Spiel in Dortmund und weitere schwierige Partien, vor allem im Zusammenhang mit der Belastung der Champions League und des DFB-Pokals. Von diesem Gerede, sie sind nicht mehr einzuholen und spielen in einer eigenen Klasse, halte ich nicht viel. Wir haben ja in Mönchengladbach leider gezeigt, dass es ganz schnell auch anders gehen kann: Alaba nicht da, Innenverteidigung etwas zu weit aufgerückt, eine Mannschaft wie Gladbach in einer hervorragenden Phase – dann steht’s 0:3. Insofern sind acht Punkte ein beachtliches Polster, aber kein Ruhekissen.“

die Verletzungen von Jerome Boateng und Javi Martinez:

„Zwei solche Innenverteidiger zu verlieren, ist nicht gut – vor allem nicht im Hinblick auf die größeren Spiele. Boatengs Verlust wiegt gerade in den Spielen gegen Juventus, vielleicht dann auch im Viertel- und Halbfinale, schwer. Das ist schon eine Verschlechterung unserer Chancen. Das können wir sicherlich mit großer Kraft ausgleichen.“

den Abschied von Pep Guardiola:

Karl-Heinz Rummenigge hat ja frühzeitig erklärt, den Vertrag verlängern zu wollen. Aber die Signale waren ja schon im Oktober oder November da, dass es schwierig werden würde, Guardiola zu halten. Am Ende ist das seine Entscheidung. Er braucht eine neue Herausforderung, anscheinend im Drei-Jahres-Rhythmus. Er sagte ja auch, das sein viertes Jahr in Barcelona ein Fehler war und er das Sabbatjahr eher hätte einlegen müssen.“

Nachfolger Carlo Ancelotti:

„Wichtig ist, dass der Verein nun wirklich schnell gehandelt hat und eine hervorragende Lösung nach Guardiola präsentiert hat, die überall auf große Resonanz und hohe Akzeptanz gestoßen ist. Carlo Ancelotti ist einer der ganz großen Trainer.“

die Chance, dass sich Guardiola wie Jupp Heynckes mit dem Triple verabschiedet:

„Pep ist Pep, und Jupp ist Jupp. Du kannst einen Champions-League-Sieg nicht planen. Es ist nicht fair, alles immer nur auf das Maximale und das Optimale zu konzentrieren. Die deutsche Meisterschaft ist der ehrlichste Titel. Bei der Champions League kommt es auf die Auslosung und Fitness an. Wir haben das ja letzte Saison gegen Barcelona gesehen. Es waren zwei begeisternde Spiele, aber am Ende fehlten mit Arjen Robben und Franck Ribery unsere beiden Außen. Wir hatten damals auch noch keinen Douglas Costa, keinen Kingsley Coman. Und es gab mehrere Verletzte. In solch großen Spielen kommt es darauf an, dass die bestmögliche Elf spielt.“

das Ansehen von Uli Hoeneß nach der Haftstrafe:

„Uli Hoeneß hat einen Riesen-Rückhalt im gesamten Verein. Der Verein und die Anhänger haben seine persönlichen Fehler nie zum Gegenstand gemacht, um ihm nicht das Vertrauen zu geben. Karl-Heinz Rummenigge und die gesamte Führung sind mit Uli Hoeneß immer verbunden und haben immer versucht, ihm diesen schweren Teil des Lebens durch Treue und Freundschaft zu mildern. Das ist schon ein gewaltiger Einschnitt im Leben eines jeden Menschen. Viele der modernen Strukturen – von der Allianz Arena bis hin zur Bildung einer Aktiengesellschaft – hat Uli Hoeneß geschaffen.“

eine mögliche Rückkehr von Hoeneß als Klubpräsident:

„Jetzt wird er mit seiner Frau eine längere Urlaubsphase einlegen, ehe er zurückkommt. Nach so einer schweren Zeit muss man Abstand finden, um sich wirklich zu regenerieren. Das steckt man ja nicht so ohne Weiteres weg. So wie ich ihn kenne, hat er das natürlich schon als einen der entscheidenden Einschnitte seines Lebens empfunden. Uli Hoeneß muss sich selbst klar werden, ob er noch einmal ein Amt anstrebt, oder ob er sagt: ‚Das war’s dann doch.‘ Ich finde vor allem großartig, dass Karl Hopfner klar erklärt hat: ‚Wir werden uns im Sommer zusammensetzen und über die Zukunft des FC Bayern reden. Je nachdem, was Uli Hoeneß für sich entscheidet: Ich stehe dem nicht im Wege.'“

Karl-Heinz Rummenigge:

„Es gibt viele große und großartige Fußballer in Deutschland, die dem Fußball verbunden geblieben sind als Trainer, Kommentatoren oder Berater. Aber als Welt-, Europameister oder Champions-League-Sieger, wie es Kalle Rummenigge in seiner Karriere war, auch als CEO einer so großen Aktiengesellschaft einer so großen internationalen Herausforderung Rechnung zu tragen, da kann ich nur sagen: Hut ab! Der Mann ist als Vorstandsvorsitzender sicherlich genauso sonderklasse, wie er es als Spieler beim FC Bayern war. 60 ist ja noch kein Alter, das Rentenalter liegt ja bei 67. Für Kalle Rummenigge und andere gilt diese Grenze noch nicht als absolute Grenze für ihre Aktivitäten. Ich wünsche mir, dass er noch lange bleibt.“

Philipp Lahm als Bayern-Funktionär:

„Es ist nicht ausgeschlossen, dass er durchaus andere Aufgaben übernehmen könnte. Philipp Lahm ist nicht nur hochintelligenter und fantastischer Fußballer, sondern auch ein hochintelligenter Mensch. Er hat alle Qualität für alle Ämter.“

Quelle: http://www.sport1.de/fussball/bundesliga/2016/02/edmund-stoiber-im-sport1-interview-ueber-den-fc-bayern-pep-guardiola-und-uli-hoeness

Stoiber verrät: Bayern hat einen Plan B zu Pep

München – Geht Pep Guardiola oder bleibt er? Jetzt hat sich Bayern-Aufsichtsratsmitglied Edmund Stoiber gegenüber der tz geäußert – und verraten, dass der Verein einen Plan B hat.
FCB-Boss Karl-Heinz Rummenigge hat die Entscheidung im Vertragspoker um die Zukunft von Trainer Pep Guardiola schon vor einigen Wochen terminiert, in den nächsten Tagen ist es so weit. Nach dem letzten Hinrundenspiel des FC Bayern am Samstag in Hannover soll Klarheit herrschen. „Es gibt eine Weihnachtsüberraschung. So oder so“, hatte der Vorstandsvorsitzende der Münchner gesagt. Die Bayern wollen ihren Coach unbedingt halten, doch auch für den Fall eines Abschieds ist der Rekordmeister gerüstet.

„Der Trainer weiß, dass man ihn gerne weiterhin beim FC Bayern halten würde. Er selbst hat darum gebeten, dass erst dann im Detail gesprochen wird, wenn die Hinrunde beendet ist. Und das ist in Ordnung so. Aber der Vorstand ist ein guter Vorstand, der auch einen Plan B hat“, verrät FCB-Aufsichtsratsmitglied Edmund Stoiber der Münchner tz.
Auch wenn die Verantwortlichen auf Guardiola warten, waren sie in der jüngeren Vergangenheit nicht untätig. „Es wird nicht abgewartet und erst dann weitergeschaut, wenn Plan A nicht klappt. Es geht immer weiter“, so Stoiber weiter. Der ehemalige Ministerpräsident Bayerns ist trotz der ungewissen Zukunft voll des Lobes für Guardiola: „Pep Guardiola ist voller Leidenschaft für seine Aufgabe, er lebt jedes Spiel. Er tut dem FC Bayern, aber auch der gesamten Bundesliga, gut. Er genießt höchsten Respekt. Aber wir wissen auch, dass die Dinge nach wie vor offen sind – und das wird respektiert.“

Quelle: http://www.tz.de/sport/fc-bayern/fc-bayern-muenchen-edmund-stoiber-verraet-bayern-einen-plan-b-pep-guardiola-5964660.html

Stoiber verrät Stand bei Reus-Transfer

München – Heribert Bruchhagen ist am Sonntag im „Doppelpass“ auf Paul Breitner losgegangen. Edmund Stoiber plauderte derweil über das Thema Marco Reus.

Eintracht Frankfurts Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen war am Sonntag zu Gast in „Der Volkswagen Doppelpass“ bei Sport1 und hat sich unter anderem zur aktuellen Situation bei Eintracht Frankfurt geäußert. Dazu konterte er den Vorwurf von Paul Breitner, dass die anderen Vereine unfähig seien. Auch Edmund Stoiber, Aufsichtsratsmitglied beim FC Bayern München, fand Breitners Aussagen „zweifelsohne überzogen“. Ein möglicher Wechsel von Marco Reus zum FC Bayern sei weiter eine „ernsthafte Überlegung“. Bruchhagen und Stoiber sprachen auch über das vergangene Woche bekannt gewordene Fehlverhalten des BVB-Stars.

Die wichtigsten Aussagen aus der Sendung.

Heribert Bruchhagen auf Sport1 …

… über Paul Breitners Vorwurf, die anderen Vereine seien unfähig: „Er hat sich in die Hängematte der Wohlfühloase FC Bayern gelegt, obwohl er irgendwo anders einen Managerposten bekommen hätte. Das einzige Mal, dass er Verantwortung übernommen hat, war als Corporal im Film ‚Potato Fritz‘! Da hat er ein Team geführt. Es steht ihm nicht zu, das zu sagen. Er hat das überpointiert und vielleicht auch aus einer Weinlaune heraus gesagt. Paul Breitner weiß gar nicht, wie schwer es ist, beispielsweise Manager in Nürnberg zu sein.“

… über die auslaufenden Verträge von Kevin Trapp und Carlos Zambrano: „Wir haben diesen Spielern Angebote gemacht, bei denen sich die Eintracht sehr weit aus dem Fenster gelehnt hat. Wir sind sehr optimistisch, dass die Spieler die Verträge auch annehmen. Aber: Wenn einer geht, kommt ein anderer!“

… über die Krise in Dortmund: „Man reagiert auf die neue Situation ein bisschen hyperaktiv und nicht souverän genug. Das 0:1 gegen die Hertha am vergangenen Spieltag war sinnbildlich. Da konnte Julian Schieber durch die komplette Abwehr mit einem leichten Wackler spazieren. Von den zehn Niederlagen hat der BVB neunmal das Spiel dominiert. Sie konnten ihr dominantes Spiel nur nicht in Tore ummünzen. Ich bin aber überzeugt von der kämpferischen Einstellung von Jürgen Klopp. Ich bin mir sicher: In der Tabelle der Rückrunde wird Dortmund Zweiter! Es klingt jetzt blöd, aber für mich hat Borussia Dortmund gewonnen. Und zwar deswegen, wie sie in dieser schweren Situation auftreten. Dieser Zusammenhalt ist die beste Voraussetzung, die Krise zu meistern. Jürgen Klopp hat auch schon in Mainz schwere Rückschläge erlitten.“

… über das Fehlverhalten von Marco Reus: „Das war natürlich sehr unvernünftig. Aber Marco Reus muss sich auch ziemlich allein gelassen gefühlt haben. Ich frage mich: Wo waren denn die Berater, die eigentlich die Lebensplanung der Spieler organisieren sollen und damit Millionen verdienen?“ Das Ganze hat aber auch was Gutes für den BVB: Ich glaube Marco Reus ist jetzt eher geneigt dazu, seinen Vertrag zu verlängern.“

Edmund Stoiber auf Sport1 …

… über die Krise in Dortmund: „Das Potenzial ist Champions-League-mäßig. Sie haben dort begeisternde Spiele abgeliefert. Einige Spiele sind zu Beginn unglücklich verloren gegangen. Jetzt sind sie aber insgesamt schwächer geworden. Werder Bremen ist jetzt nicht gerade ein Überflieger. Ich kann mir das vorstellen, was da passiert: Dort sind so viele Spitzenspieler und die denken, dass der Verein eigentlich ganz woanders hingehört. Jetzt verändert sich was im Kopf, jetzt kommt die Angst dazu! Mats Hummels zum Beispiel tut sich im Moment sehr schwer. Die Pause tut den Dortmundern jetzt gut. Jeder Sieg muss in der Rückrunde aber unendlich hart erarbeitet werden. Es wird ein schwieriger Balanceakt zwischen Champions League-Achtelfinale gegen Juventus Turin und Abstiegskampf in der Bundesliga werden. Diese Situation müssen sie jetzt psychologisch annehmen. Ich halte es aber für ausgeschlossen, dass der BVB da unten nicht rauskommt.“

… über das Fehlverhalten von Marco Reus: „Das ist in der Tat ein gravierendes Delikt. Das ist eine ganze bittere Angelegenheit für den Jungen und das wird auch sein Leben verändern. Er hat ja nach Ansicht der Außenwelt kein strenges Urteil bekommen. Das wirkt nach.“

… über einen möglichen Transfer von Marco Reus zu den Bayern: „Ein Transfer ist eine ernsthafte Überlegung, aber zurzeit nicht aktuell. Ein Marco Reus will aber auch mal vorne stehen.“

… über Paul Breitners Vorwurf, die anderen Vereine seien unfähig: „Das ist sicherlich nicht die Meinung des FC Bayern München. Paul Breitner ist kein Diplomat. Da hat er zweifelsohne überzogen.“

Quelle: https://www.merkur-online.de/sport/fc-bayern/reus-transfer-ernsthafte-ueberlegung-aber-nicht-aktuell-zr-4560726.html

Stoiber bei hart aber fair: Von Schurken und Helden – wie hat 2014 die Welt verändert?

Hier der Weltmeistertitel, da der blutige Ukraine-Konflikt – 2014 war ein Jahr zwischen Jubel und Bangen. Löw, Putin, Merkel, Hoeneß: Wer waren die Helden des Jahres, wer die Schurken? „hart aber fair“ diskutiert die Jahresbilanz 2014!

Die Sendung finden Sie hier: http://www1.wdr.de/daserste/hartaberfair/videos/videovonschurkenundheldenwiehatdieweltveraendert102.html